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Ben Chananja · 1859-01-01 · 8-9 (1859) · p. Seite 375

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
8-9 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 375 (sequence 35)
Language
German
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— a75 durch eine glückliche Kombination eine alte, palästinensische Uebersetzung, die ein unwissender Gloffator in seiner Weise umänderte. In jerusch. Berach. 6. VIII. und d. Pesach. 54 a., Ber. R. 6. 82 heißt es nämlich: רבנן אפרי ן {faiovoci)אשר מצא את היפים ר יהודה בר סימון אסר' המיונס הפיסו חציו המור וחציו סוס הוא ענה• Es stand also ursprünglich in der Pesch. להמיצא ראשבח, was der spätere Leser nicht verstand, da auch אבנט ntU המינא übersetzt wird, und in לה מיא aufföste. Das in den syrischen Handschriften dem ר vollkommen-ähnliche נ wurde als vermeintlich überflüssig ausgelassen. Als Maulesel fassen הימים auch Psendojonathan (כודנייתא), der Araber (אלבגאל) und Hieronymus. י Aus der Stelle Er. 32., 6. וקמו למגחך ולמשתעיו':ויקומו לצחק ist die Emendation aus dem N. T. klar zu ersehen. Das letzte, überflüssige Wort nämlich ist aus der Parallelstelle I. Corinth. 10, 7.: ולמשתעיו וקמו für das in Pentateuchterte stehende ^למנה an den Rand geschrieben worden und kam daun in den Tert. (Zahlreiche andere Beispiele vgl. S. 9—11.) Der Einfluß anderer aus dem Griechischen angefertigter Ueberfetzungen liegt ausgesprochen in einem Scholion des Jakob Edeffenus zu Gen. 1, 2 (in Ephraem Syra's Werken I., 116) und in den zahlreichen Interpolationen aus der LXX., die der Verfasser in der Pesch. der Sprichwörter nachweist. (Vgl. S. 11-12.) Der Ephrämische Tert bewahrt nach den im Einzelnen durchgeführten Beweisen des Verf. an vielen Stellen den ursprünglichen Tert, wäh-- rend in den gewöhnlichen Ausgaben der von Späteren veränderte Tert sich vorfindct, z. B. בעלי חצים (Gen. 47, 23) מ״ך׳ מר״א, bei Ephraem aber auch: בעלי פלמתא wie Ge». 9i. c. 98: בעלי מחיצתו. Viele andere Siellen dagegen, die bei Ephraem von unserem Peschitthoterte abweichen, zeigen eine Verwandtschaft mit der LXX. oder das Bestreben, die archäistischen Ausdrücke durch geläufigere zu ersetze», z. B. für לא תבשל גדי בחלב אפו (Er. 34, 26) lesen wir in der Pesch, die ursprüngliche, echt halachische Uebersetzung: לא תבול, Ephraem Syrus hat dagegen לא תבשל (Andere Beispiele über den Tert der in den Festbriefen des Athanasius und in der sprischen Uebersetzung der Theophanin des Eusebius zitirten Bibelstetten vgl. S. 12—13.) Kehren wir jetzt mit dem Verfasser zu der ersten Aufgabe zurück, zu beweisen, daß die Pesch, das Werk mehrerer Uebersetzer oder besser mehrerer Redaktionen oder Sammler ist; denn von einer eigentlichen, aus einem Gusse entstandenen Uebersetzung darf hier eben so wenig wie bei Onkelos die Rede sein; vielmehr ist blos an ein Sammeln der im Munde des Volkes fortlebenden Ueberfetzungen und an eine planmäßige Verarbeitung derselben zu denken. In diesem Sinne ist die Untersuchung über die Verfasser und die EntstehungSzeit dieser Versionen eine so zu sagen müßige und zu keinem Resultate führende, sie sind Volksversionen und machen die Arbeit mehrerer Jahrhunderte aus; doch läßt sich durch kritische Prüfung ermitteln, ob die ganze Uebersetzung

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