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Ben Chananja · 1859-01-01 · 8-9 (1859) · p. Seite 371

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
8-9 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 371 (sequence 31)
Language
German
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— 371 Die Peschittho -es alten Testamentes. Nach Dr. Joseph Per les. Ueber die Entstehung und den Geist der uralten syrischen Uebersetzung des A. T״ welche unter den Namen Peschittho (die einfache oder die vulgata) bekannt ist, ist vor Kurzem eine in diesem Blatte bereits erwähnte Dissertation unter dem Titel: ״Neletemata Descluttliomaua." erschienen, aus der wir einen gedrängten deutschen Auszug unseren Lesern um so weniger vorenthalten zu dürfen glauben, als der Verfasser, Dr. Joseph Per les, gegenwärtig am jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau weilend, ein geborner Ungar ist, der vor einigen Wochen an der Breslauer Universität mit dem höchst seltenen Prädikate: summa cum laude, zum Doktor der Philosophie promovirt wurde, und von dem bereits früher eine gekrönte Preisschrist über Nachmanides in Frank el's Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthnms veröffentlicht wurde, und als ferner die Abhandlung, die zum ersten Male jüdischerseits diesen dunklen Gegenstand im Zusammenhänge behandelt, und völlig neue Resultate zu Tage fördert, wohl schwerlich in den Büch- Handel kommt und vor der den Tagesschriften gewöhnlich beschiedenen Kurzlebigkeit geschützt zu werden verdient. Wir beschränken uns hier darauf, die Resnltate der Schrift in gedrängter Kürze wiederzngeben, und verweisen die Leser, denen es um die Kenntniß der wissenschaftlichen Beweisführung zu thnn ist, auf die mit philplogischcr Genauigkeit durch geführte Arbeit selbst. Wir lassen nun den Verfasser selbst reden: Fast keine der älteren Sprachen hat mehr Uebersetzungen des A.T. aufzuweisen als die syrische. Ans dem hebräischen Urtert zunächst floß die uralte, höchst wichtige, und dennoch bis jetzt noch immer nicht genug verstandene P eschitlho, dann entstanden mehrere Bibelübersetzungen ans dem Griechischen in's Syrische in verhältnißmäßig früheren oder späteren Zeiten, wie die syroheraplarische des Paul, Bischofs von Tela, die Ncbersetznngen des Jakob von Ed essa, Mar Abba, des Abtes Simeon und die sogenannte karkapH ensi sch e Psalmenübersetzung. Die letzteren sind minder wichtig und werden hier nicht berücksichtigt. Eigentliche Bedeutung für die Bibeleregese hat nur die Peschittho, als die älteste, aus dem Urtert hervorgehende, und wie sich ergeben wird, auf jüdischem Traditionsboden erwachsene Version. Ueber die Entstehung der Peschittho haben wir wenig direkte und zuverlässige Nachrichten aus älterer Zeit. Die Kirchenväter vom zweiten Jahrhnndert an citiren einen Syrns oder Svqos, der in irgend einer Weise mit der Pesch, znsammenhängt (Vgl. S. 49 — 51 der Abhandlung). Der älteste Zeuge für das Vorhandensein einer syrischem Uebersetzung ist bis jetzt wenigstens der im zweiten Jahrhundert lebende Mel ito Sard ensis, der in einem Scholion den 2vqo<! erwähnt. Auch Augustin (dy civitate Dei 15, 43.)

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