Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Tunis 1× ep/1048155
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— 570 — IV. ״Unglück über Unglück! Ich rufe: Sie haben mich verlassen die Tage der Krone; es ist gefallen von meinem Haupte die Krone durch den Tod meines Mannes, des Rabbi Isaak, Sohn des Rabbi Perez und ist begraben worden in diese Erde den ersten Tag der Woche,-im Jahre 171. Seine Seele soll kommen in das ewige Leben." V. ״-ist gestorben am sechsten Tag der Woche, im Neumond des Monates Elul, im Jahre 190 der kleinen Zahl. Seine Seele soll kommen in das ewige Leben." 14. Verfolgungen der Juden Ln Algier 1804. Nirgends in der ganzen Berberei wurde die hebräische Nation mehr geachtet, und genoß größere Freiheit als in Algier bis zum 1.1804. In diesem Jahre, das für die Israeliten sehr merkwürdig bleibt, erhob sich in der Nähe der Stadt ein hestiger Aufruhr, welcher mit Unrecht den Inden zur Last gelegt wurde. DieRebellen-Anführer waren Regiernngsglieder und mit dem Dey selbst gut einverstattden; weil aber einige dieser Herren Geld von den Israeliten entlehnt hatten, das fle nicht bezahlen wollten, so wurden diese als die Urheber ausgegeven, obgleich fle gar keinen Theil an dem Aufrnhre hatten. Aber der Sultan argnmentirte also: Der Aufruhr wäre nicht entstanden, wenn der Geldverkehr mit den Juden nicht gewesen wäre; und darum sind fle die Urheber des Streites; Sie wurden nun verfolgt, aus die Folter geknüpft, alten Qualen Preis gegeben und sogar lebendig anfgenagelt; andere wurden lebendig verbrannt oder zum Tode gepeitscht u. s. w. , Dies veranlaßt große Auswanderungen der Juden aus Algier in andere Gegenden der Berberei, besonders nach Tunis. Die Religiösen unter ihnen erklärten dies für eine Strafe von! Himmel und wunderten nach Palästina und in der Nachbarschaft von Jerusalem um dort im Reiche Gottes zu leben. 15. Aufzug der Juden Ln Brünn 1311. Als im Jahre 1311 König Johann mit seiner Gemahlin von Olmütz nach Brünn kam, so kamen ihm nebst der Clerisey, der Ritterschaft und den Bürgern auch die Israeliten entgegen. Sie hatten an ihrer Spitze den Juden- Meister und die Aeltesten der Gemeinde, die dem Könige die Thora, oder den Pentateuch auf Pergament geschrieben, huldvoll überreichten. (Fortsetzung folgt.)