Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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— 361 — §. 56. Es stimmt überhaupt sehr wenig mit Form und Anlage des Buches, dasselbe aus der Feder eines Einzelnen (Landauer) oder einer in einer bestimmten Zeit zu diesem Zwecke unter einem Chef znsammengetretenen Gesellschaft (Dr. Jellinek) fließen zu lassen. Warum ist außer in dem einigermaßen vollständiger» ersten Theile fast keine einzige Sidrah vollständig? Warum fehlen so viele ganz, und warum ist überall das Fehlende durch offenbar jüngere Kompilationen ersetzt? Wozu hätte eine planmäßige Psendographie so viele Midraschim ausgenommen und so viele Hagadoth verarbeitet? vr. Jellinek zeigt mit vielem Aufwand von Gelehrsamkeit, daß Moses de Leon den Soharstil schreibt. (M D. L. und sein Perhältniß.) Aber was beweißt dieses Alles? Die Parallelen aus סהמשקל sind, wie wir sehen werden, ans den jüngern Stücken' des Sohar; das התעוררנו finden wie in Ramban's Thorakommentar und in Raschba's K. G. A. fast auf jedem Blatte. Es kann dieses Alles höchstens beweisen, daß de Leon sich in den Sohar so eingelesen hatte, daß er sich seinen Stil ganz eigen machte und sogar unbewußt zum Plagiarius wurde.') Es mag auch sein, daß unser Moses nach der Relation des Jochasin, mit dem tu seinen Besitz gelangten Soharmanuskripte darum so heimlich that, um sich dessen in seinen Schriften bedienen zu können. — Der ganze Lärm erscheint überhaupt als eine literarische Spiegelfechterei (8it venia verba); ein bestimmter Verfasser ist schwer zu ermitteln. Als einem Reservoir der Hauptbestrebnngen der Kabbala bis zum 13. Jahrhundert ist dem Werke mit gutem Rechte eine den übrigen um dieser Epoche entstandenen Midraschim ähnliche Genesis zu vindiziren. Daß man die Aussprüche und die Erklärnngen altern Autoritäten in den Mund legte, war Mode der subjektivlosen Zeit, oder mit Zuuz: uralte Sitte der Schriftsteller, die sich über das geonäische Zeitalter erhalten hat, die hier ') Die von Hrn. Jellinek S. 34 citirte Stelle ist evident im Sohar ursprünglich und in 'D abgeschrieben. Die Erzählungen und die Gespräche der Tannaiten paffen wol in den Syhar; wie kommen diese aber ig das philosophische Sefer Hamischkel?