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Ben Chananja · 1859-01-01 · 7 (1859) · p. Seite 336

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
7 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 336 (sequence 44)
Language
German
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336 — im Besondern? Antw. Unter ist. Religion im Besondern versteht man jenes Bündniß, welches Gott mit Israel am Berge Horeb für ewige Zeiten grschlos- . fen hat". Wie dem Vers, ans dem ״Verhältniß" der vorigen Definition in der zweiten unter der Hand ״ein Bündniß" wird, wissen wir nicht. — Nachdem der Verf. S. 66 durch die Erkenntniß Gottes endlich zum Glauben gelangen läßt, wird auf Fr. 201 Glauben also definirt: ״Glauben heißt, alles Jene unbedingt für heilsam und wahr halten, was uns Gott befohlen oder verheißen hat; ohne erst zu untersuchen, ob solches auch nützlich oder möglich sei". Wie der Religionslehrer der Pester Musterschule, wo dieses Buch als Religionsbuch gebraucht wird, es ansängt, diese Desimtion seinen Wchülern mundgerecht und begreiflich zu machen, wissen wir wahrhaftig nicht. Denn für's Erste widerspricht-ihr das ganze Religionsbuch selbst, das die ersten 4 Glaubensart. mit den subtilsten metaphifischen Begriffen zu beweisen sucht, das bei jedem Gebote nach dem Grunde und mithin auch nach dessen Nlitzlichkoit frägt; für's Zweite wissen wir nicht, welcher Glanbensart. Mch das abfolnt Unmögli che für wahr zu halten befiehlt; drittens endlich enthalten ja die Waubensart. Vieles, was weder Befehl, noch Verheißung ist. — S. 60. Fr. 209. ״Was heißt, Gott ist Regierer? Antw. Das heißt: Gott lenkt Md leitet;die!ganze Schöpfung, bestimmt die Begebenheiten und verhängt die Schicksale nach seinem alleinigen Rathschlnffe; er ist allweife". Lte-gt in dieser DefiMion der Begriff der Altweisheil? Diese ist ja etwas ganz Anderes, ׳als autoßratisch herrschen Md regieren? Die Akkweisheit Gottes bestehet darin, dass -er zu den besten Zwecken die besten Mittel gebraucht.. - Fr. 212. ״Was lehrt diese Glanbenswahrhert? (Die Vorsehung Gottes im Allgemeinen nämlich). Antw. 'Diese lehrt uns, daß wie uns in Noch und Drangsal bloß an Gott wenden sollen". Wenn aber dieses die Vorsehung Gottes im Allgemeinen schon lehrt, was refervirt sich der Verf. für den 10. Glanbrusart., wie er ihn saßt? Mrd dann, darf man sich denn in Roth und Drangsal an Menschen nicht wenden, und sie um Hülfe ansprechen? — Auch pflegt der Vers, von Gott in so trivialen Ausdrücken zu sprechen, daß sie jeden Gebildeten tief verletzen müssen. In Fr. 211 läßt er Gott Altes der Art emrichten und besorgen; Fr. 216. besizt Gott alle Tugenden; auf Fr. 230 ״WelcherUnterschied ist zwischen Gott und den andern Geistern?" wird geantwortet: ״Gott ist ein nnerfch affen er Geist, der die Engel und Seelen alte erschaffen hat". Weiß der Vers, sonst keinen Unterschied zwischen Gott und andern Geistern anzugeben? — In Fr. 227 hat Gott Eigenschaften, die auch sinnliche Wesen besitzen. Besitzen denn die Menschen die Eigeufchasten der Güte und Treue ü. s. w. als sinnliche Wesen, oder als geistige? — Auch in der systematischen ELntheiluüg geht der Vers, seinen eigenen Weg, wenn auch dieser jedem Andern nach so uneben zu sein scheint. Anstatt mit der Glaubenslehre anzufangeu und darauf die Pflichtenlehre, folgen zu lassen, wird hier jene in zwei Theile aus einander gerissen, und diese hineingeschoben. Der erste und dritte Abschnitt b.ehandelt dir Glaubens-, der zweite die Pflichtenlehre. Auch hierfür hätte uns

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