Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2542917-2543094-2543102--0949-2544639- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 328 — 49. aon. Landau übkrsezt ״verschließen, verstopfen". Beza 33, a מפני שצריך לחסמן mtb das Attribut R. Eliezer's (Ab. 3, 18) spricht aber dagegen. Es heißt aber ״zurückhalten", was zur Erklärung alter von R. Nathan angeführten Stellen vollkommen hinreicht. . Spitzer. 50. Chulin 104, b. Weder die herkömmliche Herleitüng von הפקל, noch die sich daran lehnende ist befriedigend. Noch weniger wird man mit Sachs (Beitr. 2, 56) an g׳a*eA0? ״in einem Bündel (!)" zn denken berechtigt sein. Am nachsten liegt wöl ano^o^v abfegen. Dies geschah zu Ende der Tafel (Ber. 8!, 4. Der Gebrauch der Schule Hillens). Agra hatte mithin den Nachtisch im Sinne, als er den Ausspruch that: ^עוף וגבינה נאכלין באנ?י^וה. Dies be-!tätigt auch seine eigne hinzngcsügte Erklärung: בלא גטילר! יהי2 ו2לא קנלה הפה^ Das Wasser zum Händewaschen wurde auch bei den Griechen nach der Reinigung des Fußbodens herumgereicht \ a7toviya68-aC), woraus sich die abweichende Sitte der strengen Schammajaner (Ber. a. a. O.) erklärt. Im Thalmud wird dieses Händewaschen nach der Tafel als unerläßliche Observanz angesehen: Chul. 105, a. b. Erub. 17, b. Ber. 53, b. Auf leztere Stelle gestüzt, hielten, wie R. Mose Mat aus Prßemisl im 16. Jahrhundert berichtet, manche Gesetzeslehrer die Observanz sogar für pentateuchisch geboten: 2רמי הרוניס מן התורה ומעוני' ברבה^ (Matte Mose 306). Leztere Bepmmung wird unter gewissen Voraussetzungen sogar auf den Gaon R. Achai zurückgeführt (S. Iarchi's ha-Manhig S. 38; vgl. Tur O. Chajj. 181). Gleichwol ist das Händewaschen nach der Tafel bei den europäischen Inden längst außer Gebrauch gekommen, was zn allerlei Akkomodationen Veranlassung gab (Tos. zu den oben angef. Thalmudst. und Tur a. a. O.). Es leuchtet ein, daß der allgemeine Gebrauch von Messer und Gabel die einzige Ursache ist, weshalb jene Waschung unterblieb. Solchergestalt wurde in Folge veränderter, europäischer Sitte der ganze 181. Abschnitt des Schulchan Aruch Orach Chajjim abrogirt! Selbst die neuorlhodore Romantik hat den sonst so hoch gehaltenen Brauch gänzlich fallen lassen (Horeb §. 464). Nur die Kabbalisten legen noch großes Gewicht darauf. . Wien, 16,. Mai. (Schluß). Wir haben oft gehört von der ko.nserv.ativen oder orchodorm Richtung, welcher ein großer Theil. der Gemeinde, insbesondere derjenigen, der in der Leopoldstadt wohnt, angehört. Man versuche es nun einmal und besuche das große schöne Gotteshaus an Wochentagen, und