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Ben Chananja · 1859-01-01 · 7 (1859) · p. Seite 325

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
7 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 325 (sequence 33)
Language
German
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— 325 — 38. פרשת העבור «er. 4,4 ד. Das so vielfach, mehr oder minder künstlich gedeutete לע^ור glaube ich am einfachsten und daher auch am richtigsten zu erklären, wenn ich dasselbe für gleichbedeutend mit סרשת דרכים> das in Raschi, Sifri und Jalkut in der Erklärung von!סולר ומורל vorkömmt, also für ״Scheideweg" oder ״Abweg" halte. Aus der angeführten Paralle-Stetlel geht genugsam hervor, und die Erfahrung bestätigt es, daß solche von der Hauptstraße abführende Wege von den Räubern zu ihrem Standorte benüzt werden , um von da aus den in dieselben eint! eteuden Wanderer zu erspähen und anzusalten; auch im figürlichen Sinne bedeutet der Ausdruck ״Scheideweg" ein Schweben zwischen Gefahr und Glück, und der Ausdruck ״Abweg" dem Unglück entgegeneilen. Da nun nach dem Grundsätze der Rabbinen (sieh Ber. 29, b zu Ende) der Israelite selbst zur Zeit seiner eigenen Noth nicht für sich allein, sondern für. alle in gleicher Noth Schwebenden beten soll, so schreibt Rabbi Josua dem Wanderer auf unsicherem Wege das kräftige Gebet vor: ״Hilf, o Gott deinem Volke Israel! Auf jedem Scheidewege laß ihre Bedürfnisse dir gegenwärtig sein!" d. h. hilf mit dem ganzen Volke auch mir! Ich lese also םלשח ל,ע2ול die Scheidung oderMweichung vom Wege; daß עבור ,.Weg" heißen kann, braucht nicht erst bewiesen zu werden, ich verweise den. etwaigen Zweifler auf die Präpositiv בעבור, Wegen, eigentlich ״im Wege". Stößel. 39. כלי גללין• Kelim 10, 1. Mikw. 4,1. Sabb. 16, b. Wir verstehen unter dieser Bezeichnung: Gefäße, die ans Schildkröte verfertigt sind. Daß syrisch Schildkröte bedeute, haben wir bereits nachgewiesen (B.-Ch. I. S. 31). Welchen Lurns die Römer mit den Schildkröten getrieben, ist aus Plinius Naturgeschichte (9, 11; IG, 43) deutlich zu ersehen. So wurden z. B. Bettstellen und Sofas daraus verfertiget. Das Schlasgemach des Holofernes wird Jud. 14, 15 Chelonis (/eA<׳m?) genannt. Die Vulgata giebt dieses Wort allerdings mit 601-tina. wieder; aber Bochart und Andere taffen die Benennung von den im Schlafgemache befindlichen. Schildkrötengeräthschaften abgeleitet sein*) **). Im Griechischen wird die Lattte^ yjXvg, im Lateinischen testudo genannt, weil sie aus zusammengesezten Schildkrötschalen bestand. Hieraus erklärt sich, weshalb die Mischna גללין O von □אבני 'D unterscheidet (f. Maim. Kel. 10, 1). Es darf indeß nicht außer Acht gelassen werden, daß die Mischna auch in der biblischen Bedeutung gebraucht, und unter )כ״ Gefäße versteht, die aus thlerischen Erkrementen verfertigt werden (R. Sams. Ukzin 2, 10). In *) S. 4. Heft S/1G9. **) Neuere Ausleger verstehen unter xeUww einen aus Schildkröte verfertigten Fußschemmel; Md. 21

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