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Ben Chananja · 1859-01-01 · 7 (1859) · p. Seite 324

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
7 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 324 (sequence 32)
Language
German
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— 324 — ohne alle gefährliche Folgen heraus. Nur beim Abtreiben des Bandwurmes darf man die bereits aus dem Aster hängende Portion nicht anziehen, weil sie gerne abreißt, und der Bandwurm in sein altes Nest wieder zurückschlüpft; sonst hat dieses Anziehen gar keine anderweitige Gefahr auf sich. Wir wollen nun sehen, was die beiden Gelehrten uns erzählen: Herr Dr. Lederer: ״Ich halte dieses Wort (אסכרה) für ddnaqig Wurm, und die dadurch bezeichnete Krankheit für Wurmkrankheit im Allgemeinen und in (8x6616)? für die Bandwurmkrankheit". dönctyig ist aber kein Bandwurm, folglich kann auch אסכרה keine Bandwurmkrankheit sein. Derselben Meinung ist auch Hr. Prof. Jeitteles. Was aber derselbe mit seiner bandartigen Umstrickung der Taenia sagen will, ist unverständlich. Dr. M. Horschehky. Der Name trug in früheren Zeiten nur wenig zur Erklärung naturwissenschaftlicher Gegenstände bei. Wenn wir eine von den Alten genannte Krankheit erkennen wollen, müssen wir nicht den Namen, sondern die Symptome derselben, ihren Verlauf und wo möglich ihre Heilung zu studiren suchen. Gehen wir nun Alles durch, was der Thalmud über Askera sagt, so finden wir nur angegeben, daß die Krankheit eine der schwersten Krankheiten sei, die im Bauche beginnt und im Halse endet. Die Vergleichung ״Me ein Seil am Eingänge der Speiseröhre" vernehmen wir prakt. Aerzte noch jezt nicht selten. Manche unserer Kranken klagen über ein Gefühl, als wenn der Magen an einem Faden hienge. Es ist dies ein bekanntes Symptom der Gastralgie. Die Worte דלאחורי גשרא bezeichnen blos das mit dieser Krankheit verbundene schwere Stuhlabsetzen. Eben so wenig trägt die Empfehlung des Linsengenuffes — einmal im Monate — zur Aufklärung der Krankheit bei. Trotz ihrer geistreichen Erklärungen und übereinstimmenden etymologischen Vergleichungen haben mich daher die gelehrten Herren D1\ L. und Prof. I. nicht befriediget. Die Diagnosis der taenla kann bekannlich nur dann als sicher statuirt werden, wenn der Abgang, sei es auch nur eines kleinen Theiles der Entozoe, über allen Zweifel erhaben ist. Warum schweigen die in Angabe ihrer Beobachtungen so gewissenhaften Gelehrten von diesem in die Augen fallenden Symptome? — Hiezu kommt noch, daß nach den neuesten Beobachtungen, die Würmer größtenteils in Folge des Schweinfleischgenusses mittelst der Finnen in den menschlichen Körper gebracht werden. Wie käme also die Krankheit zu den Israeliten, und vollends zu denen der alten Zeit? — So lange ich daher nicht eines Bessern überzeugt werde, finde ich, alle Symptome kombinirend, die thalm. Askera mit der Hypochondrie, Hysterie u. s. w. identisch. Wollen wir schließlich noch aus dem empfohlenen Heilmittel einen Schluß ziehen, so denken wir unwillkürlich an die großen Kuren, welche Barry du Barry und Konsorten in unserer Zeit mit der Revalenta arabica mit dem besten Erfolge gemacht haben wollen, und unter welcher Kathegorie von Patienten sie die meisten Verehrer gefunden. Di׳. Voilij.

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