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Ben Chananja · 1859-01-01 · 7 (1859) · p. Seite 319

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
7 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 319 (sequence 27)
Language
German
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— 319 mit ein Hebräer könne ihnen helfen. Der König erbat sich daher Moses von seiner Tochter als obersten Feldherrn seines Heeres. Sie überließ ihn dem Könige, der ihr aber eidlich versprechen mußte, es werde ihm nichts Leides widerfahren. Die Prinzessin betrachtete diese Aushülfe als eine besondere Genugthuung. Sie machte den Schriftgelehrten Vorwürfe, ob sie nicht erröthen, von demjenigen Hülfe zu verlangen, dem sie vormals als ihrem Feinde nach dem Leben trachteten. 2. Moses, von dem Könige und Thermutis. aufgefordert, übernahm gerne diese Erpedition. Beider Schriftgelehrten freueten sich darüber; die der Egypter hofften, Moses nach seinem Siege über ihre Feinde aus dem Wege zu räumen, jene der Hebräer erwarteten in ihm einen Führer und gewiegten Feldherrn, der von der Sklaverei sie befreien werde. Moses überraschte die Aethiopier. Er führte sein Heer nicht längs des Stromes (Nil), sondern mitten dnrch's Land, wo giftige, sogar geflügelte Schlangen (Skyr- Pionen?) von ungewöhnlichem Aussehen, die im Fluge tödten, den Marsch gefährlich machen. Um aber seine Truppen vor Gefahren zu schützen, erdachte er folgende List: er führte nämlich in Käfigen aus Papyrus Jbise mit sich, welche, wie bekannt, die Schlangen verfolgen, ja sogar fressen. Ich schreibe nicht weitlänfiger über die Jbise, die den Griechen ohnedies hinlänglich bekannt sind. So schüzte Moses seine Truppen ans diesem Zuge vor den Gefahren dieses giftigen Geschmeißes, und erschien dem Feinde da, wo er ihn am wenigsten erwartet hatte. Man bewunderte sein Genie. Er schlug in einem Treffen die Aethiopier aufs Haupt, und benahm ihnen die Hoffnung, Egypten zu erobern. Ihre Städte ließ er schleifen, und wo er mit ihnen zusammenstieß, vernichtete er sie. Unter einem so glücklichen Führer, wie Moses, war das egyptische Heer unermüdet. Die Aethiopier erwarteten nur Tod und Sklaverei. Endlich wurden sie nach Saba, der Hauptstadt Aethiopiens, zurückgedrängt und hartnäckig belagert. Nachmals gab KambyseS dieser Stadt den Namen seiner Schwester Meroö. Dieser feste Platz, umströmt vom Nil und durch den Astapus und Astabora nnzngänglich, war kaum zu nehmen. Die Stadt lag in der Mitte einer Insel; sie war mit einer!nächtigen Mauer

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