Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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— 317 — Brust und klammerte sich an sie. Die Königin ersuchte ste, das Kind zu saugen und für ste zu erziehen. 6. Weil der Knabe dem Flusse ausgesezt war, gab ihm die Königin einen dieses Ereigniß bezeichnenden Namen; denn Mo heißt im Egpptischen Wasser und hses ein aus demselben Genommener. Aus der Zusammensetzung beider Wörter erhielt er also den Namen Moyses. Nach Gottes Anordnung wurde Moses eine sehr ausgezeichnete Persönlichkeit unter den Hebräern. Er war der siebente seit Vater Abraham. Er war der Sohn Amram's, dieser ein Sohn des Kehos, dessen Vater Lewi war, und Lewi war ein Sohn Jakobs des Sohnes Jsaks, der Abrahams Sohn war. Der Verstand des Knaben wuchs nicht im Verhältnisse zu seinem Alter; er überragte weit dasselbe; es war nicht die Klugheit eines Kindes, sondern die Weisheit des Greises, die ihn anszeichnete. Seine Kinderspiele berechtigten zur Hoffnung, er werde einst Großes, Außerordentliches vollbringen. Im dritten Jahre war sein schlanker Wuchs von so richtigem Ebenmaße, sein Gesicht so flammend schön, daß man ihn nicht genug bewundern konnte. Es geschah nicht selten, wenn er öffentlich erschien, daß die ernstesten Menschen, von seiner Schönheit gefesselt, anhielten, eine Zeitlang ihre wichtigsten Geschäfte vergaßen, um ihn nur lange genug sehen zu können. Sein ganzes Wesen war so kindlich schön und mit solcher Einfachheit gepaart, daß, wer ihn sah, sich nngerne von ihm trennte. 7. Die kinderlose Thermuthis nahm den schönen, geistvollen .Knaben an Kindesstatt an. Einst führte sie ihn zu ihrem Vater und stellte ihn als ihren Erben vor, im Falle ihr Gott keinen leiblichen Sohn schenken sollte. Dieses göttlich schöne, edle Kind, welches ich wunderbarer Weise aus den Wellen gerettethabe ich mir znm Sohne und zu deinem Nachfolger erzogen. Mit diesen Worten legte sie den Knaben in die Arme des, Vaters, der ihn׳ herzte und an seine Brust drückte. AuS Gefälligkeit für die Tochter sezte er ihm liebreich sein Diadem auf. Moseö aber riß es vom Haupte, trieb es wie ein muthwilliges Kind auf dem Boden herum, und trat es mit Füßen. Die Egypter betrachteten dies als eine böse Vorbedeutung. Der anwesende Schriftgelehrte, welcher aus des Knaben Geburt den Untergang des egyptischen Reiches