Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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— 316 — ein Kind darin bequem Platz hatte, und bestrichen es mit Pech, um das Eindringen des Wassers zu verhindern, legten den Knaben hinein, sezten es auf den Fluß und überließen das Kind der Ob- Hut Gottes. Mirjam, des Kindes Schwester, hatte von ihrer Mutter den Auftrag, vom Ufer aus zu beobachten, wohin das Körbchen schwimmen werde. Gott zeigte, daß menschliche Weisheit nichts vermag, daß Alles nach seiner Anordnung kommen müsse, und daß die Anschläge derjenigen, Andern zu schaden, so vorsichtig sie auch unternommen, doch endlich zu Schanden werden. So hat auch bei dem Geschicke dieses Knabe» die Allmacht GotteS sich deutlich erwiesen. 5. Thermuthts war des Königs Tochter. Sie spazierte am Ufer des Flusses a) und sah das Körbchen schwimmen. Sie befahl ihren badenden Zofen, es zu holen. Als sie den Knaben darin erblickte, war sie von seiner Größe und Schönheit sehr freudig gerührt. So viel liebende Sorgfalt trug Gott um Moses, daß selbst diejenigen ihn erziehen mußten, die so viel Unglück von seiner Geburt fürchteten und die Hebräer ausrotten wollten. ThermnthiS befahl, eine Amme zu holen, uin den Knaben trinken zu lasse»; er wollte aber die Brust nicht annehmen. Es wurden mehrere Ammen gerufen, aber von keiner wollte er trinken. Da trat Mirjam hervor, nicht als wäre sie absichtlich, sondern zufällig da, um dem Dinge zuzusehen und sprach: umsonst o Königin mühest du dich! keine dieser Ammen ist diesem Knaben verwandt; wenn es dir gefiele, eine Hebräerin bringen zu lassen, so dürfte es vielleicht gelingen, daß er von der Volksverwandten die Brust annähme. Die Bemerkung schien richtig, nnd die Königin trug ihr die Besorgung des Geschäftes ans, irgend eine solche Amme zu verschaffen. Das Mädchen ging mit sich zu Rathe. Niemand kennt meine Mutter, dachte sie, und holte dieselbe. Sogleich nahm das Kind die liches Papier verfertigt, daß man kann! die Fuge» der einzeln zusammengeleimten Streifen bemerkte. Die fertigen Bogen wurden mit einem Hammer und Polierzah» geglättet, alsdann noch mit einem Leimwaffer bestrichen, um das Auslaufen der Buchstaben zu verhindern, wenn mit flüsfiger Tinte darauf geschrieben werden sollte. - (Okeu's Naturgeschichte). 2 ף» der Bibel steht: sie badete.