Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— 298 — wird der Mensch, wo dessen Vergänglichkeit hervorgehoben werden soll, als ״Fletsch und Blut" (בשר ודם) bezeichnet 10). Ausführlichere Betrachtungen über die schnelle Flucht des Erdenlebens sind in den erweislich älteren Theilen der Schrift kaum aufzufinden. Desto öfter kommt die jüngere biblische Poesie darauf zurück. Die späteren h. Dichter suchen gleichsam nach Bildern umher, um das unaufhaltsame Dahinschwinden der Lebenszeit zu versinnlichen und recht anschaulich zu machen. Sie vergleichen das Leben bald mit dem Grase und der Blume des Feldes bald mit dem nie still stehenden Strome oder dem darauf schwimmenden Rohrschifflein 12), bald mit dem vorübergehenden Aufenthalte in der Fremde t3). Eine Handbreit im Raume, ein schnell Daß D. den ungeheuren dogmengeschichtlichen Anachronismus übersah, der in seiner Auffassung liegt, ist ans seinem Standpunkte leicht begreiflich. Jedenfalls trifft ihn der Vorwurf, den ״atttestamentlichen" Sprachgebrauch nicht gehörig beachtet zu haben. Derselbe Vorwurf trifft auch Baumgarten und sogar Philippson. Delitzsch sagt auch iu Fürst's Konkordanz: בשד bedeute ״corpus.. peccato mortale“, was durchaus nicht in der Wortbedeutung liegt. Auf ähnliche Weise wird S. 1101, d für Jesaj. 66, 23 unter Berufung auf Ebr. IV. das sabbatum aeternitatis in Anspruch genommen, und wird S. 1134, 6 der שטן für den princeps diabulorum lapsomm erklärt. Den מלאך ברית erklärt er S. 210, b für den Messias ״au! tan quam medius inter Deum popoliimque sponsionem facit“. Altes dies ist natürlich nicht ans Fürst's, sondern aus Delitzsch's Feder geflossen, und Ersterer nahm sich nicht die Mühe, die Artikel seines Freundes zu revidiren, um das auszuscheiden, was in ein rein philologisches Werk nicht gehört. So viel mir bekannt ist, wurde in Deutschland noch nicht die Entdeckung gemacht, daß das Lateinische der Fürst'scheu Korkondanz, oder doch ein bedeutender Theil desselben von Delitzsch herrührt und das Gepräge seiner Dogmatik trägt; eine Mitwirkung, welche sich aus dem Schluffe der Vorrede nicht errathen, wol aber ans dem Werke selbst ersehen läßt. Aus dem Gesagten erklärt sich die höchst frappante Erscheinung, daß Fürst in dem Werke, das seinen Namen an der Stirne trägt, zitirt wird! Sv S. 294, a: ״Jul. Fuerst. sive ut maurico ejus utar nomine, Jussuf-Alsari“! ד Zumeist bei dem Gegensätze von מדת הקב״ה und ,מ׳ בשר ורט Berach. 5, a. Sabb. 127, a. Erub. 54, a. Joma 75, a. 86, b. Megilla 10, a. Sota 5, a, B. Bathra 10, a. 88, b. Men. 99, b. Nidda 31, a. ״) Jesaj. 40, 6. 51, 12. Ps. 90, 0. 6. 103, 15. Job 14, 2. ,2) Ps. 90, 5. Job 9, 26. '*) Ps- 39, 13. 119, 19. 1 Ehron. 29, 10.