Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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297 — In neuhebräischen Schriften steht!בגי ותמותו״ häufig für ״Sterbliche" und בני. חלוף für ״Vergängliche". Allein jenes ■ bezeichnet in der Bibel (Pf. 79, 11. 102, 21) ״zum Tode Vernrtheilte, dem Tode Geweihte"; lezteres (Spr. 31,8) ״hinterlassene, verwaiste Kinder", oder, wie Andere wollen, ״arme Wanderer". Gegen die Auffassung ״Kinder der Vergänglichkeit" spricht der Parallelism und der Zusammenhang. Der gesuchte biblische Ausdruck ist aber — יבשר Derselbe wird in der Bedeutung von ״Leib" entgegengesezt dem Geiste (4 35. M. 16, 22. Jesaj. 31, 3), dev Seele (das. 10, 18. Job 14, 22), dem Herzen, als dem Sitze der Intelligenz (Ps. 84, 3); als Bezeichnung des Ohnmächtigen und Vergänglichen ist er Gegensatz des allmächtigen und ewigen Gottes: ״Auf Gott vertrau' ich, fürchte nichts; was kann Fleisch (ein Sterblicher) mir thnn (Ps. 56, 5)?" — Die Bedeutung des Vergänglichen hat er ferner in folgenden Stellen: ״Alles Fleisch ist Gras und all seine Anmnth wie die Blume des Feldes (Jesaj. 40, 6)". ״Er aber, barmherzig, vergab die Missethat ...... Und er gedachte, daß sie Fleisch sind, ein vergehender Odem, der nicht wiederkehrt (Ps. 78, 38)" 9). Im nachbiblischen Hebraismus 9) Dagegen wird der Begriff der Fleischlichkeit oder Sinnlichkeit mit "בשו־ nicht verbunden, selbst in Stellen wie Pred. 2, 3. 3, 5 nicht, welche zur Konstatirung dieser Bedeutung angeführt werden. Diese Bemerkung ist für 1 B. M. 6, 3 von nicht geringer Bedeutung. Neuere Eregeten find hier offenbar in die Irre gegangen. Delitzsch (Genes. S. 228 ff.) übersezt die fragliche Stelle: ״Nicht soll walten mein Geist im Menschen aus immer: bei ihrer (der jezt lebenden Menschen) Verirrung ist er (der Mensch) Fleisch", und fügt erläuternd hinzu: ״bei jener Abirrung von der göttlichen Ordnung, jener Ansschweifung über die von Gott gezogenen Naturschranken geht der Mensch, das geistleibliche Wesen, ganz im Fleische auf, auch der Geist ist wider die hohe Würde seines Ursprungs und seines Herrscherbernfes in die von dämonischer Lust instzirte Materie verstrickt und versunken. Diesem Mißbrauch seiner Gabe, des Geistes, will Gott steuern, er will durch Entgeistung des Menschen der gänzlichen Verfleischlichung des Geistes Vorbeugen, will seinen göttlichen Hauch, dessen der Mensch sich unwerth gemacht hat, aus dem Schlämm des dämonisch erregten Fleisches zurückziehen. Fleisch בשרי ist hier nicht blos die natürliche Aeußerlichkeit des Menschen, sondern seine aus einer nichtgöttlichen zur ungöttlichen, widergöttlichen gewordene Materialität; es ist also nicht in blos physischem, sondern zugleich ethischem Sinne gebraucht, wie im N. T.