Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 5 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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238 dagegen die Motivirnng Bileams bei dem Ortswechsel S. 62. Leider glaubt auch heute noch Mancher an das משנה מקום; und nimmt es ganz wörtlich. Wir hätten gewünscht, Hr. St. wäre nicht ohne Bemerkung an dieser Materie vorübergegangen, und hätte auf diesen Aberglauben aufmerksam gemacht. Auf derselben Seite wird ״ ותרועת מקדkönigliche Freude" übersezt. In dieser Bedeutung finden wir aber das תרועת nicht. Warum nicht einfach und in eben diesem Sinne: Jubelgesang für den König. Möge Hr. Stößel uns diese Bemerkungen zu Gute halten. Indem wir ihm unfern Dank für die Uebersendung seines Buches aussprechen, empfehlen wir dasselbe allenthalben, und sehen der Fortsetzung desselben mit Vergnügen entgegen. Deutschs hebräische Grammatik. Szegedirr, März 1859. In Nr. 10 der Zeitung d. Judenthums für dieses Jahr läßt ein srischgebackener Rezensent aus Högyeß ein Vernichtnngsurtheil erschallen über das erste Heft des ״Neuesten Leitfadens der hebr. che, von Heinrich Deutsch". Dieses unmanierliche, absprechende Urtheil aus^^MU Feder einer unbekannten Größe gegen einen Mann, der bekanntlich ein tüM^ ger Hebräer ist, wirkt schon an und für sich unangenehm auf den Leser. Zwei Stellen jedoch in der Rezension find besonders rügenswerth. ״Ein flüchtiger Blick — sagt der Rezensent — überzeugte mich bald, daß der Verfasser weder seine Aufgabe klar genug erfaßt, noch den grammatikalischen Stoff gehörig zu bewältigen verstanden hat . . In Högyeß also - werden Rezensionen nach einem flüchtigen Blick geschrieben! Man merkt jedoch, daß der Herr Rezensent bei seiner eigenen Arbeit es sich sehr bequem machte. Er nahm nämlich entweder die Coneordanz oder das Wörterbuch von Gesenins, suchte bei vielen Wörtern die Ausnahmen im Genus, und stellte diese als Vorwürfe gegen den Verfasser hin. Er vergaß jedoch, daß Hr. Deutsch kein Vocabulaire, sondern eine Grammatik schrieb. Kindern wird das Genus eines Wortes, in welchem es zumeist gefunden wird, angegeben, darnach haben sie sich zu richten; wo sie es anders finden, ist es eine Abweichung. Darin liegt System. In einer, zweiten Stelle behauptet der Rezensent, der ״Leitfaden" scheine ihm ein Abklatsch eines alten Dikdukbnches zu sein. Wie, und der Herr Rezensent von Högyeß hat keinen Respekt davor? Sollte er selbst blos der Abklatsch eines neuen Dikdnkbuches sein, dann ist sein sprachliches Wissen nicht weit her. Gab Hr. Deutsch einen ״Abklatsch", so bewies er wenigstens, er habe die Alten studirt; der Hr. Rez. beweist hingegen, daß er blos flüchtige Blicke habe. Für diese Annahme spricht unter Andern sein Vorwurf: ״Warum nicht גת der Sohn Jakob's? In der Flüchtigkeit übersah der Rezensent, daß es sich um das Beispiel גד היה חוזה רות handle. Der neunte Sohn Jakob's hat sich es sicherlich nicht träumen lassen, daß im Jahre 1859 für ihn eine Lanze gebrochen, und deßwegen eine Reise von Högyeß nach Leipzig gemacht werden wird.