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Ben Chananja · 1859-01-01 · 5 (1859) · p. Seite 235

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 235 (sequence 43)
Language
German
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235 — Zahlensymbolik ein und weiset nach, wie die Zahl 4 die gefährlichste und schädlichste, hingegen die Zahl 3 die alterheiligste sei, daher jeder srommgläubige Jude bei Leibe keine viereckige, sondern eine runde oder dreieckige Mütze tragen soll. ״Warum", ruft Verfasser in voller Entrüstung aus, ״warum sollen wir von diesem alten so ehrwürdigen Brauche abweichen, da doch unsere Väter und unserer Väter Väter von jeher dreispitzige Hütchen trugen?" (S. 54 b). ״Das Allerheiligste wird ja doch stets durch die Zahl 3 ausgedrückt" (S. 49 a). ״Und ebenso weiset die Dreiheit auf die vollkommene Einheit hin" (S. 58 b). ״Denn wisse, daß jede geistige Kraft, die etwas begreifen oder erwirken soll, eine dreifache sein muß" (S. 65 a). ״Da also das Heilige durch die Dreiheit bezeichnet ist, so möge auch uns der Himmel mit der heiligen Dreiheit glorifiziren" (S. 66 a). ״Nun stehst du, daß die Dreiheit die Grundlage des jüd. Glaubens ist, ja die Dreiheit ist zu keiner Zeit aus dem Judenthum gewichen, denn wie es vom Sinai überliefert, so weiset die Dreiheit auf die vollkommene Einheit hin" (S. 55 a). jgggk Was sagst du, m. l. B.-Ch., zu diesen von einem orthodoren Rabbinett ^^^^gestellten Lehren? Wir sehen also, wie die Ertreme einander berühren! . . . . W Was den Styl anbelangt, so schreibt der Verfasser ein schönes Hebräisch. Wir bedauern, daß diese so schöne und heilige Sprache zu solchem Unfinne herhalten muß *). Dr..r. Entgegnung der Kritik -es Hrn. Cmanuel Baller, Hauptschullehrer, über die nen erschienene hebr. Fibel. (Im 3. Hefte, 2. Jahrg. des Ben - Chananja). Hr. Gm. Baller hat bei Durchsicht meiner, auf Verlangen einer hohen Regierung angefertigten hebr. Fibel die genetische Methode, die ich daselbst befolgte, nicht beachtet/ ungeachtet die überschriebenen z.-Zeichen dieselbe genau anzeigt. Ein Punkt (.) und ein breiter Strich (—) ist das Schema, woraus die Buchstaben einer aus dem andern vor den Augen der Kinder entstehen. Ist dies etwa kein Anschauungsunterricht? Ich könnte ganz einfach dem geehrten Hr. E. Baller sagen, daß ich durch eine Reihe von Jahren nach dieser in meiner hebr. Fibel ausgestellten Methode an öffentlichen Schulen in Prag und Wien mit dem besten Erfolge unterrichtete, und mich stets des Beifalls der Sach- und Fachmänner erfreute, ohne dem Hrn. E. Baller eine Gegenkritik vorzulegen. ‘) Eine zweite Besprechung der fragt. Streitschrift folgt nächstens. Ned.

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