Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 5 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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— 234 — Frauen, als deren Begleiterinnen, den Eintritt in den Tempel zn gewähren, ist ein ungeheures Vergehen!" Hätte jedoch Verfasser im Mahril, den er wol gesehen, sich besser umgesehen, so würde er auch hierin sein eitles Geschwätz ersehen haben. Es heißt daselbst ausdrücklich, daß nicht blos die Braut, sondern auch deren weibliche Begleitung, als die beiden Mütter der Brautleute, und in deren Abwesenheit andere Frauen ans der Familie mit im Tempel erschienen. Indeß wollen wir auch hier den Verfasser trotz seiner mannigfachen thalmudischen Kenntniß auf einige von ihm und Konsorten ganz übersehene Stellen aufmerksam machen, woher es eigentlich gekommen, Trauungen im Freien vorzunehmen; denn wie nichtsbedeutend jener von Jfferles (Eb. Ha-Ezer 61, 1) ohnealle Quellen angegebene Grund wegen Vermehrung wie die Sterne des Himmels ist, erscheint ans den Tosafoth zu Ketuboth 3, a אשח• Eben so wenig stichhaltig ist die von den Tosafoth Kiduschin 52, b zur Stelle לכי vorgebrachte Beweisstelle, denn der dortige von Raschi angeführte Anssprach befindet sich wirklich Ln der^ תוספתא ©״ב דעירכין und lautet^ כלעולם לא נראית אשה בעורה , wo von Trauungen ganz und gar nicht diH Rede ist. Allein Sucka 25, b erklären die Tosafoth zur Stelle ,אין שמהר, bt!j| wahre Ursache, daß nämlich die eigentliche Chuppah nur im Hause stattgefum den habe; aber weil zuweilen die Wohnung des Brautpaares die Menge der Gäste nicht zn fassen vermochte, wurde in solchem Falle die Trauung im Freien vorgenommen. Denselben Grund giebt auch Joel Zirkas (E. Ha-Ez. 61) an. Ebenso ist dem Verfasser B. Sam. 30, 9 entgangen. Aus all' dem ist zu ersehen, wie derselbe auch hier sein Gebäude nebst dessen sieben Stützen nur aus Sand errichtet hat. Ja wir rufen ihm, der in so abergläubischer Weise von Sonne und Mond fabelt, als ob Ehen von diesen beiden Himmelsplaneten geschloffen werden, die Worte der heiligen Schrift zu: ״Daß du ja nicht deine Augen gen Himmel erhebst und auf Sonne und Mond hinsiehst (5. B. M. 4,19)". Daß unser Opusculum auch von Denunziationen nicht frei, haben wir bereits gemeldet. Verfasser wärmt das alte Lied aller Denunzianten auf, daß unter Spr. 24, 21 Neuerer, Reformer zu verstehen sind. M. l. Denunzianten, Ihr kommt mit diesem Liedel etwas zu spät! Wir leben heut zu Tag Gottlob unter dem Schutze einer weisen, aufgeklärten und einsichtsvollen Regierung, die all Eurer Angebereien spottet. Wie traurig wäre es auch, wenn man Euren Ansichten nach, jeden alten verrosteten Brauch aufrecht halten und sich gegen jede Neuerung absperren wollte? Oder find etwa Dampfschiffe, Eisenbahnen, Telegrafen und Münzsystem keine Neuerungen, keine Aenderungen und Abweichungen vom Alten? Nach Eurem Sinne wäre also auch unsere Regierung, wie auch jede europäische, destruktiv, und blos das Hottentottenreich allein koniervativ! Dort allein blühen Eure Ideale! Besonders aber fühlt sich Verfasser veranlaßt, gegen das unschuldige, viereckige Mützchen der Vorbeter zu Felde zu ziehen, und widmet er diesem Kampfe nicht weniger als 55 Seiten. Verfasser läßt sich in eine kabbalistische