Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 4 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— 174 — Dach R. Simcha Kohn erhielt das Rabbinat daselbst dessen Schwiegerfohn, der in unserer obigen Abhandlung bereits erwähnte R. Josef AlmoSnino, Mrfaffer der R. G. A. ש״הג ת״א) עתה ביהוסף). Derselbe stand außer mit R. Efraim Kohn 0קט , קיר , NO, ש״א) auch mit R. M Benveniste zu Konstantinopel in Briefwechsel, und findet flch von ihm im Wetke des Lezteren (פ״מ ה"( שאלה סא) eine große Abhandlung über die Angelegenheit eines gewissen Don Abravanel aus Venedig vom Jahre 1673 vor. Aus einer von ihm an R. Efraim Kohn gestellten Anfrage über die Schreibung Per Namen ist erfichtlich, daß man zu seiner Zeit in Belgrad allgemein portug. und spanische Namen führte, wie z. B. Benvenuda, was R. Efr. Kohn mit טובה הבאה giebt (׳ש״א שאלה קיח. Aus einem andern R. G. A. desselben Werkes geht hervor, daß Belgrad schon zu damaliger Zeit das Institut der Schuldenhäuser (מופלוש בלשון ישמעאל) hatte, und wurden daselbst auch Türken von jüdischen Gläubigern eingesperrt (ש״א שאלה קכה). Als das Rabbinat an R. Efr. Kohn mit der Bitte fich wendete, zum Behufs einer in Belgrad vorzunehmenden Scheidung von Seite der Frau, die in Ofen sich befand, einen Empfangsboten (שליה לקבלה) ernennen zu lassen, weiset dieser nachdrücklich darauf hin, daß di?s, wenn auch Ln Belgrad, wo der sesardische Ritus im Gebrauche, anwendbar, in Ofen jedoch, wo man den מנהג אשבנו befolgt, durchaus nicht statthaft (ש״א שאלה קה) sei. Im Jahre 1679 sungirte noch R. Josef Almosnino als Rabbiner daselbst, wo auch R. Zebi Aschkenasi bei ihm sich anstedelt (ח״ץ מא ,קסה NI ש״). Ein Jahr später jedoch wird ein über das Ableben eines jüdischen Einwohners zu Ofen in Belgrad anfgenommenes Zeugenverhör, das ebenfalls in spagnolischer Sprache abgefaßt und an R. Zebi eingeschickt wurde, nicht mehr von ihm unterschrieben (ה״ץ שאלה צה). Einer Handschrift zufolge soll derselbe wegen einer Verfolgung (מהמת המציק) nach Nikolsburg sich geflüchtet haben, wo er im Jahre 1689 in seinem 46. Lebensjahre gestorben sein soll (שה״( ה״ג). Anch in den R. G. A. des R. M. Eisenstadt kommen mehrere Anfragen aus Belgrad vor. Ein von den Türken als Friedhof gebrauchter Platz, worauf auch zwei jüdische Renegaten begraben wurden, wurde später zu einem Bierhause verwendet und ging in die Pacht eines Inden über, der daselbst eine Synagoge errichten ließ. Es wurde also die Anfrage gemacht, ob auch כהנים dieselbe besuchen dürfen. Das Rabbinat zu Konstantinopel sprach fich verneinend ans, während ein polnischer Rabbiner es erlaubte. R. M. stimmte zwar dem Aussprnche des Erstem bei, gerieth aber nichtsdestoweniger in eine große Polemik mit R. Josef Alfandari zu Konstantinopel (,מהר□ א״ש ח״ב שאלה יד ולאחר שאלה קוב)• Wie aber dieser Umstand, nämlich die Erbauung einer Synagoge ans türkischem Friedhof in einer türkischen Stadt, vor sich hat gehen können, werden wir bald ans den Umständen der Zeitereignisse ersehen. Rabbiner der Gemeinde war damals R. Levy Jernsalmi, der noch mehrere Anfragen au