Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 4 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2542917-2543094-2543099--0788-2544475- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 170 — 23. אסכרה *). Ber. 8, a. 40,a. Sabb. 33, d. Ich halte dieses Wort für döxaqHi ----- Wurm, und die dadurch bezeichnete Krankheit für Wurmkrankheit im Allgemeinen und in specie für die Bandwurmkrankheit. Hiermit stimmt überein, daß der Thalmud dieAskera für die schwerste Krankheit hält: קשה שבכללן אסב׳. Dies' mußte dieselbe auch so lange sein, als die Medizin das Heilverfahren gegen dieses Leiden nicht kannte. Denn die Anfälle, welche den epileptischen oft ähnlich stnd, bieten einen gräßlichen Anblick dar, und enden oft mit Erbrechen. Hierauf wäre die Angabe des Thalmnd zn beziehen, daß die Krankheit in den Gedärmen anfange, und im Munde ende. Auch die Worte דלאהלרי נשרא, worunter wol ein ״Nach hinten abfallen" verstanden werden soll, finden nunmehr ihre gehörige Erklärung, da bekanntlich auch ohne jedes Heilverfahren mit dem Stuhlabsetzen oft große Stücke des Bandwurms abgesezt werden. Die Stelle endlich ואסם שלא חסול בפיהם dürste Zeugniß von der Vorstellung geben, welche die Thalmndisten von der Entstehung des Bandwurms hatten. Sie glaubten nämlich, daß irgend eine schädliche Potenz den Kleinen in den Mund falle, woraus sich später die so sehr gefürchtete Krankheit entwickle. Daher beschränkt sich die Krankheit nicht bloß auf Kinder. Das Zusammengeschnürtsein des Halses, von dem ebenfalls Erwähnung geschieht, ließe sich aus das Gefühl der Angst und Beklemmung beziehen, welches den Anfall begleitet, vr. Lederer. Auch Hr. Prof. Jeiteles leitet das thalm. 'אסכ ebenfalls von aötayic; ab, und hält die Krankheit, wie Hr. v'r. L., für die taeuia oder den Bandwurm. Er sagt unter Anderem: ״Obschon die Askariden ihren ursprünglichen Sitz in den Intestinen haben, so steigen sie doch oft in den Magen, in den Largux (גרון) und in die Branchialzweige, in welchem Falle gewohnlich die heftigsten Konvulsionen entstehen, die den Tod zur Folge haben. Beim Bandwurm besonders zeigt sich häusig das Gefühl, als ob etwas in den Hals stiege und wieder zurückfiele: דלאהלר' נשרא• Die Vergleichung כהיורא בגבבא דעמרא (wie ein Dorn in einem mit Wolle bewachsenen Felle) erklärt sich aus dem Umstande, daß bei der geringsten Zerrung der Entozoen auch die ferner liegenden Eingeweide in stete Mitleidenschaft gezogen werden, und oft Perforationen entstehen. Die Vergleichung כפיטורי בפי לשם (wie ein Seil am Eingänge der Speiseröhre) bezieht sich auf die bandartige Umstrickung der Tänia. Hiemit scheint auch Rasches Erklärung ״ötranAlswent" (Zusammenziehung der Gedärme) meine Erklärung zu unterstützen. Das Gebet שלא תפלל בפיהם rechtfertigt sich durch die Meinung berühmter Naturforscher, welche die Darmwürmer dadurch entstehen lassen, daß die Insektenlarven durch den Genuß von Speisen, die in einen gewissen Grad von Fäulniß übergegangen sind, von Außen in den inner« Organismus gelangen. Dies die () S. 2. Heft S. 72