Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 4 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 167 — so viel es sich eben thun läßt; allein man ist sich immer des famösen logischen Satzes bewußt: null» regula sine exceptione (keine Regel ohne Ausnahme), und so bestimmen eben die Umstände, ob man sich heute im normalen und morgen iinAusnahmszustande befinden wird. Bei alledem herrscht eine innige Anhänglichkeit an die Religion der Väter, und eine Antipathie gegen den Religionswechsel. Dieser ist bei unseren Glaubensgenossen in der Walachei eine höchst seltene Erscheinung, und bei aller Mühe, die die englischen Missionäre seit Jahren sich geben, um ein erkleSliches Kontingent dem anglikanischen Paradiese anzuwerben, habe» dennoch diese Werbungsversuche kein günstiges Resultat geliefert. Für die Tausende von Pfunden, die die englische Misstonsgesellschaft seit vielen Jahren in der Walachei zur Bekehrung der Juden verköstiget hat, kommt ihnen das Vierteldutzend von Täuflingen wahrlich etwas zu hoch stehen! — Beinahe könnte man mit Shvloc ausrufen: ״״Ein Pfund Fleisch für ein Pfund Gold!"" Die Etiquette der thalmudischen Zeit. Von X Lohn, Kreisrabbiner in Randnitz. (Fortsetzung) *). HL B e g rü ß u n g s e ti qu e tte. 12. Begrüßungspflicht. Komme Jedem mit deinem Gruße zuvor (Ab. 4, 20). Einen Gruß unerwidert lassen, heißt einen Raub begehen, denn es steht geschrieben (Jesaj. 3, 14): ״der Raub des Armen ist in euern Häusern"; was kann man dem Armen rauben? den Gegengruß auf seine Begrüßung (Ber. 6, b)! 13. Begrüßnngsformeln. Man grüßt den gewöhnlichen Menschen mit den Worten: ״Friede mit dir (Raschi Ber. 27, b)!״ *) S. 2. Heft Seite 66.