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Ben Chananja · 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 143 (sequence 47)
Language
German
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143 — wir auch mit Freuden seinen Beth-El und wünschen, daß er überall die möglichste Verbreitung und die rechte Würdigung finden möge. Wenn wir eines jedoch bei der Herausgabe dieses Ehrentempels bedauern, so ist es das beschränkte Ziel, das fich der Verfasser in Bezug auf den Kreis seiner Persönlichkeiten gesteckt hat; die Scholle Erde, auf der ein Mensch zufällig. geboren wurde, sollte wol keine solche Scheidewand sein, •ר כל ישראל הברים_ מסלת הלמוד• Hebräische Fibel für israel. Volksschulen. Wien 1858. Im k. k. Schulbücherverlage. Besprochen von Lmannel Salier, Hauptschullehrer. Die Herausgabe einer hebr. Fibel von Seite des k. k. Schulbücher- Verlages kann mit Recht als ein höchst erfreulicher Wendepunkt auf dem Gebiete des jüdischen Voiksschulwesens angesehen werden. Schöne Hoffnungen knüpfen sich an dies wichtige Ereigniß und langgenähne Wünsche gehen damit ihrer Erfüllung entgegen. Die heil. Sprache — das einzige Band, welches das zerstreute Israel noch vereinigt und zusammenhält — hat dadurch festen Boden in unseren Schulen gewonnen; sie ist nicht mehr das oft mit schelen Augen angesehene Stiefkind derselben, sondern den andern Lehrgegenständen gleichgestellt und ebenbürtig. Als zarte Pflanze wird sie in den freundlichen Garten der off. Schule versezt, um da unter der Aegide öff. Aufsichtsorgane, unter der Pflege berufstreuer Lehrer sich zum kräftigen, fruchtreichen Baume des Lebens zu entwickeln. Oesterreich giebt hierin wieder das erste Beispiel seiner echt religiösen Toleranz nicht minder, wie seiner unermüdeten väterlichen Fürsorge für das Emporblühen und Gedeihen der Schulen, und jeder Schul- und Menschenfreund muß sich dessen aufrichtig und dankbar freuen. Hat uns das Erscheinen der Fibel zu diesen erfreulichen Betrachtungen geführt, so wollen wir nun auch auf das Büchlein selbst einen prüfenden Blick werfen, von dem man mit Recht erwarten konnte, es werde nach dem trefflichen Muster seiner Vorgänger in andern Sprachen den didaktischen und methodischen Grundsätzen der heutigen Pädagogik gebührend Rechnung tragen, und die auf diesem Felde gesammelten Erfahrungen auch auf. den hebr. Elementaruuterricht übertragen. Ob nun dies hier geschehen; ob eine systematische Stufenfolge vom Leichtern gitm Schwerem, vom Bekannten zum Unbekannten, *) Einer unserer Pester Korrespondenten theilt uns folgendes, an den Vers. d. B.-E. gerichtetes Schreiben mit: Ew. Wohlgcborc!!! ..אל תקרא בניך אלא בוניך Als der fromme Patriarch Steine sammelte an einem Orte, den er später Beth-El nannte, wetteiferten dieselben in der Begierde עלי יניח צדיק אה ראשו. Ein Wunder machte alle Steine zu einem einzigen zusammenschmelzen, Jakob legte sein Haupt darauf und sah nichts als Engel. Sie, geschäzter Herr! diesem Beispiele folgend, sammelten Steine zu einem zweiten Beth-El, und ich, als der unbedeutendste derselben, der es kaum gewagt hätte, zu rufen: עלי יניח צדיק אה ירו, danke Ihnen für die mir unverdient gewordene Ehre, und wünsche Ihnen zum guten Fortgang Ihres Unternehmens Stein-Reich zu werden. ״Wenn Sie mich aber wirklich au jener Leiter, dir bis an den Himmel reichte", sahen; so versichere ich Sie, daß es stets blos mein ehrliches Streben war, einige Sprossen zu erklimmen. Ew. Wohlgeborcu rc. Szegediu, 10. Februar 1859. L. Horowitz.

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