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Ben Chananja · 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 142 (sequence 46)
Language
German
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— 142 Wesen der Haggada mit der ihm eigenen Präzision bestimmt hat (S. 38)". Der Hr. Vers, beruft sich ans Znnz (Vortr. 399). Allein so wenig die haggadische Forschung noch am Ziele ist, so ist sie seit 1832׳ doch weit genug gediehen, um die Maimonidische Atlegorisirungs-Methode als nngeschichtlich und gänzlich verfehlt erscheinen zu lassen. Die wenn auch noch so geistreiche Dentung einzelner Stellen, die in der Derascha ganz am rechten Orte ist, ist für die wissenschaftliche Erkenntniß der Haggada von keinem Belange. Neberhaupt müßte für das Vorhandensein haggadischer Allegorien ein ganz anderer Beweis geführt werden, als der vulgär-rationalistische, daß nämlich die literale Auffassnng der betreffenden Stellen keinen unsere eigene Anschauung befriedigenden Sinn gebe. Die angeblich apologetische Tendenz der Altegoriker hat vollends keine Bedeutung. Denn in der Regel ist die den haggadischen Aussprüchen nuterschobene Lehre nicht so beschaffen, daß deren Vortrag einer allegorischen Einhültung bedurft hätte. Auch erscheint diese vermeintliche Hülle häufig so barock und abenteuerlich, daß dadurch die beabsichtigte Glorifikation der alten Lehrer nichts weniger als erreicht wird. Beth-El. Ehrentempel verdienter Ungar. Israeliten. 2. Heft. Herausgegeben von Ignaz Reich. Pest, Al. Bucsansky. 1859. 4. 89. Besprochen von M. Schwarz Hauptschullehrer. Der ehrenwerthe Verfasser des vorliegenden Heftes hat es sich zur ״rühmlichen Aufgabe gestellt, einerseits merkwürdige, um das Jndenthum verdiente Persönlichkeiten der Vergessenheit zu entziehen., anderseits der Heranwachsenden isr. Jugend treffliche Schilderungen von Charakteren in die Hand zu liefern, die geeignet wären, das jugendliche, empfängliche Gemüth für altes Schöne und Wahre zu begeistern, ihren religiösen Sinn zu wecken und zu befestigen, und sie auf der Bahn des Guten zu erhalten und zu ermuntern. Wir müssen gestehen, daß Hrn. Reich die Lösung dieser Aufgabe vollkommen gelungen ist, und wir sind überzeugt, daß kein aufmerksamer Leser dieses zweite Heft, das dem ersten würdig zur Seite gestellt werden kann, ohne Befriedigung weglegen wird: denn nicht so leicht dürfte es jemand, wie der gemüthliche Verfasser des Beth-El, verstehen, die einzelnen zerstreuten Goldförner ans dem Leben und Wirken vorzüglicher Männer mit solcher Umsicht und Gewandtheit herauszufinden, und sie uns, in trefflichen Nahmen gefaßt, als liebliche, anmuthige Bilder vor die Seele zu führen. Mit kräftigen, lebensfrischen Zügen und warmer Empfindung zeichnet der Verfasser die Bahn von Persönlichkeiten, die dem Dienste der Menschheit zur Ehre ihres Volkes und zur Verherrlichung ihres Glaubens ihr Leben widmeten. Jede Zeile dieses Heftes zeugt von tiefem und wahrem Gefühle, von inniger Hingebung für das Jndenthun!. Hr. Reich hat es verstanden, sich seines Stoffes so ganz zu bemächtigen und ihn uns in anziehender, gemüthlicher Form darzustelten; darum begrüßen

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