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Ben Chananja · 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 135 (sequence 39)
Language
German
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135 — Religionslehrer bestellte Rabbinats-Affeffor und Prediger Hr. S. Ranschburger, der durch seine vielseitige, gediegene Bildung, wie durch seinen vortrefflichen Charakter sich der allgemeinen Achtung und Liebe erfreut. Die Mädchenschule befindet sich Ln einem besondern gemietheten stockhohen Hause, wo in 4 freundlichen, allen Ansprüchen genügenden Lehrzimmern die ebenfalls in 4 Klaffen vertheilten 107 Mädchen in den Schulgegenständen und in Handarbeiten von einem Lehrer und 3 Lehrerinnen unterrichtet werden. Außerdem wird auch hier Religion von Hrn. Ranschburger und ungarische Sprache von einem hiezu bestimmten Lehrer gelehrt. Zn demselben Gebäude ist auch die Elementarklaffe untergebracht, welche Knaben und Mädchen, 58 an der Zahl, vereinigt. Auch für diese Klaffe ist ein eigener Lehrer angestellt, der zugleich in einigen Klassen der Knaben- und Mädchenschule das Schreiben lehrt. Wenn also, wie es sich , durch diese genauen Angaben heransstettl, L77 Kinder von 8 Lehrern und 3 Lehrerinnen in den verschiedenen Fächern unterrichtet werden; so muß wol auch die Behauptung des Hrn. Kann von der Nothwendigkeit noch zweier Lehrer, glimpflich gesagt, als unbegründet bezeichnet werden. Daß der Spruch: הזהרל בבני עניים auch hier wol beherzigt wird, dafür spricht genügend der Umstand, daß mehr als 70 Kinder, und zwar nicht blos hiesige, vom Schulgelde befreit sind. Auch mit zweckmäßigen Lehrmitteln, als: Anfchauungstabellen, schönen Wandkarten, ist die Schule gehörig ausgestattet, und zu einer Jugendbibliothek ist bis jezt mit 70 bis 80 Bänden gewählter Jugendschristen der Anfang gemacht. . Einen detaillirten Bericht über die hiesigen Gemeindeverhältnisse im Allgemeinen behalte ich mir für ein nächstes Mal vor, da jezt durch den Rücktritt des Vorstehers, Hrn. Ed. Barnch, unter dessen Aegide die Schule entstanden und so weit gediehen ist, eine neue Vorstandswahl stattstnden wird, und auch für unsere Schule durch die in Bälde zu gewärtigende Sanktionirung eine neue Aera eintritt. Znm Schluffe erlaube ich mir, der warmen Befürwortung des ״Lesebuches für Schüler der ober» Klaffen gehobener israel. Volksschulen" von Seiten meines geehrten Freundes, Hrn. Direktors Lederer, im 11. Hefte des ״Ben- Chananja" einige Bemerkungen nachzuschicken. So trefflich dieses Lesebuch in Anordnung und Ton ist, und so zweckmäßig es sich im Gebrauche (ich habe es auf Anempfehlung des Hrn. Lederer zum Beginne dieses Kurses in meiner 4. Klaffe eingeführt) erweist; so läßt doch die Bearbeitung desselben für jüd. Schulen Manches zu wünschen übrig. Vor Allem hätten wir es gern gesehen, daß nach dem Vorgänge des Hrn. Hechts bei Bearbeitung des Haester'schen Lesebuches für Oberklassen einige Biografien, wie die des Maimonides, Mendelssohn's u. A., vielleicht auch einiger Israeliten des Vaterlandes, Platz gefunden hätten und bei den Lese-

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