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Ben Chananja · 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 134 (sequence 38)
Language
German
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— 134 heute meine Mittheilungen erschöpft, und wünsche dir recht bald wieder Erfrenliches berichten zu können. — Gott mit dir!! Ghrentheil, Rabbiner in Horic *). Raab, im Jänner. Hr. Siegfried Kann, der vor einigen Monaten auf seiner Durchreise einige Stunden hier verweilte, unsere Schule mit seinem Besuche beehrte und die kurze Zeit seines Aufenthaltes dazu benuzte, um zur Errichtung einer unter seine Leitung zu stellenden Kinderbewahranstalt anzuregen, war so freundlich, in dem 10. Hefte dieser geschähen Zeitschrift (das mir durch einen unliebsamen Zufall erst vor Kurzem zukam), den hiesigen Schülverhältniffen einige Zeilen zu widmen. Er giebt zu, daß die hübsch eingerichtete Schule unter der Leitung uuscrs verehrten und verdienstvollen Herrn Direktors Großes leisten könnte. — Wir möchten Hrn. Kann in aller Kollegialität und Achtung zurufen: לא מדובשך ולא מעוקצך• Denn wenn Hr. K. in den wenigen Zeilen gleich nach der eben angeführten dem Herrn Direktor gezollten Anerkennung die, wie wir Nachweisen wollen, ganz falschen Angaben macht, daß bei Beginn jedes Schuljahres 50—80 Kinder (eine unbedeutende גוזמא?!) wegen Mangel an Raum zurückgewiesen werden müssen, daher die WLnkclschulen nicht verdrängt werden können, daß die Gemeinde noch 2 tüchtige Lehrer recht gut beschäftigen könnte; — heißt das nicht, einer großen Gemeinde, einem Schulvorstande und einer Schule in ihrem Rufe mehr schaden als alles anderweitige Lob gut machen könnte? Möge nun Hr. K. ans folgenden statistischen Angaben die Ueberzeugung erlangen, wie trübe die Quelle war, aus der er geschöpft hat. Die seit 5 Jahren hier bestehende konzessionirte dreiklassige Knabenschule ist vor 2 Jahren zu einer vierklassigen erweitert, und der Schreiber dieser Zeilen zum Lehrer der vierten Klasse ernannt worden. Das Gebäude, in welchem sich diese Knabenschule befindet, ist Eigenthum der Gemeinde und enthält 4 geräumige, nur etwas niedrige Lehrzimmer, in welchen 112 Schüler unterrichtet werden. Unter diesen find 13 aus der Fremde, und es läßt sich leicht schließen, daß, wenn für fremde Kinder Raum gefunden wird, einheimische nicht zurückgewiesen werden müssen. Winkelschnlen bestehen hier — blos in der Fantasie des Hrn. Kann. Es wirken an unserer Kuabenhauptschule 4 zeitgemäß gebildete, von Berufsliebe durchglühte Lehrer; den Religionsunterricht ertheilt der von der h. Statth.-Abth. für die Volksuub Realschule und für's Gymnasium gunt *) Da der geehrte Leser des Aufsatzes ״die Rabbiner in Bö hmen" im Februarhefte dieser gesch. Zeitschrift glauben dürste, die böhmischen Rabbinen als ״Parias" beklagen zu müssen, so bitte ich meinerseits, mich durchaus nicht als ״Paria des Nabbiuerstandes" zu beklagen, da ich, obwol in einer nicht großen Gemeinde fungirend, Ursache habe, vollkommen zufrieden zu sein. Dieser bescheidenen Bitte dürsten aus ähnlichem Motive viele meiner böhmischen Amtsgenoffen sich anschließen. E.l.

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