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Ben Chananja · 1859-01-01 · 3 (1859) · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 126 (sequence 30)
Language
German
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— 126 — find die Namen der Allüfe des (Volkes) Tsan nach ihren Stämmen, Plätzen und Benennungen" parallel mit Gen. 10, 32 ״dies find die (Namen der) Stämme der Söhne Noah's nach ihren Geschlechtern und Völkern". In beiden Fällen werden zuerst Stammväter anfgezählt und ihre Genealogien angegeben, und dann in den obigen Worten zum Schluß beigesügt ״jezt weißt du, woher die noch bestehenden Stämme — resp. Allüfe — kommen und wie fie mit einander verwandt find". Demnach müßte Allüf eine Bedeutung haben, die der von Stamm analog, aber nicht damit identisch ist, denn der Verfasser sagt deutlich, daß es seine Absicht war, die Benennung, den Stamm und Ort der Allüfe durch jene Genealogien zu beleuchten. Allüf muß Gemeinde oder Kanton, ungefähr in der Bedeutung, die dieses Wort in der Schweiz hat, heißen, sonst giebt es keinen guten Sinn. Wenn der Araber von arabischen Stämmen spricht, so gebraucht er den Ausdruck Kabai'l, wenn es fich um die Stämme Israels handelt, den Ausdruck Asbat, und in Bezug auf die Tribus der Kurden wählt er das Wort Ahja, während für die Feudalgemeinden der Kurden in Faris der Ausdruck Romüm gebräuchlich ist. Die Verfassung der Stämme verschiedener Nationen ist so verschieden, daß die Benennung des einen für den anderen durchaus nicht passen. Es ist möglich, daß auch die Gemeindeverfassung der Edomiter und der unter ihnen lebenden Se'yriter so eigenthümlich war, daß die Juden es für zweckmäßig hielten, fie mit einem eigenen Ausdruck, und zwar höchst wahrscheinlich mit dem einheimischen, zu bezeichnen, und daß also Allüf ein Edomitisches Wort ist. ♦ Man hat angenommen, daß Allüf Stammfürst heiße, weil Eles אלף Volk heißt. Aber der Grundbegriff des Wortes ״Stammfürst" ist Oberhaupt, Führer, und nicht Stamm. Wenn der Begriff daher mit einem Wort ausgedrückt wird, so muß es von Haupt, Voran, Führer abgeleitet werden, nicht von dem Substantiv ״Volk". Wenn es aber auch von Eles abgeleitet würde, so müßte es durch die Enduug y gebildet werden. Die Wurzel, von der Elef abgeleitet ist, hat, wie wir weiter nuten sehen werden, eine ganz andere verbale Bedeutung, es kann daher das fifat nicht die Form fa'ül haben; denn diese Art von fifat wird von Verbalstämmen gebildet, während die, welche von Substantiven Herkommen, durch die Beifügung von y gebildet werden. Im Arabischen heißt Alüf und Alyf ein Gefährte. Die Formen fa ül und fa yl find gleichbedeutend, doch ist leztere im Arabischen und erstere in den verwandten Dialekten beliebter. Im Hebräischen hat Allüf (mit Dagesch) dieselbe BedWmg. Die Verdoppelung des mittleren Konsonanten in dieser Form scheint der arabischen Sprache fast fremd gewesen zu sein, und kaddüs wird wegen dieser Verdoppelung von den arabischen Philologen als ein hebräisches Wort angesehen, und scheint auch absichtlich ad normam Hebraeomm gebildet zu sein. Die arabische Intenfiv-Form ist in diesen Fällen fi"yl, wie fiddyq, ribbyl. Aber auch diese kommt selten vor. Im Ganzen also könnte man annehmen, daß, was sich von den Formen fa ül und fayl sagen läßt, auch auf die

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