Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 3 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 — Wie aber der Nil das Land überschwemmte, der Boden wieder fruchtbar wurde, und die Hungersnoth nachließ , da begab sich Josef in die Städte, ließ die Bewohner zusammenkommen und übergab ihnen die dem Könige verpfändeten Aecker, welche er rechtmäßig benützen konnte, unter der Bedingung zurück, daß sie dieselben als ihr unbestrittenes Eigenthum fleißig bearbeiten und vom Ertrage nur den fünften Theil dem Regenten geben sollten. Höchst erfreut über die unerhoffte Wiedererlangung ihrer Grundstücke, machten sie sich zur getreulichen Abgabe der bestimmten Auflage verbindlich. So kam Josef zu bedeutendem Ansehen bei den Egyptern, deren Wohlwollen für ihren König auch nicht wenig erhöht wurde. Der Brauch, das Fünftel des Bodenertrages dem Könige zu geben, erhielt sich bis zu den lezten Pharaonen. (Fortsetzung folgt.) Juden und Oudenthum in den beiden Donaufnrstenthümern Moldau und Walachei. Ein Beitrag zur orientalisch-jüdischen Geschichte von Prof. Alfred Cantarlnt. (Fortsetzung.) Wir kommen jezt zur Betrachtung der Verhältnisse der Juden in der Walachei. Die Juden in der Walachei sind bei weitem weniger zahlreich, als in der Moldau. Nur in wenigen der größer» Städte (Bukarest, Ploeschti, Kraiowa, Braila) giebt's einigermaßen ansehnlichere Gemeinden. Wenn man jedoch bedenkt, daß in der ausehnlichsten aller dieser Gemeinden, nämlich in Bukarest, alle israelitischen Kongregationen zusammen ungefähr 4000 Familien ausmachen, so ist wol ersichtlich, daß die Anzahl der Inden in der Walachei nur gering sein kann. Aber auch ihr Erscheine» in der Walachei datirt viel später, als in der Moldau. Vor 280 Jahren