Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 2 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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— 67 —;,l Häupten und einer zu Füßen des Vornehmsten (Berach. 46, b). Man speiste nämlich nicht fitzend, sondern in halb liegender, nach links geneigter Positur. In der Regel lag jeder Gast auf einem Sofa (מטה) und hatte einen Tisch vor sich, welcher mit den Speifett auf- und abgetragen wurde; daher vielleicht die Redensart: ״die Tafel ausheben". ' 4. Autorität des Hausherrn. Der Gast richte sich nach dem Willen des Hausherrn (Peßach. 112, a). Ohne Erlaubniß des Herrn sollst du weder dem Sohne noch dem Diener desselben irgend etwas reichen (Der. Er. 9). Einem-Geringen gegenüber kannst du den dargebotenen Genuß ablehnen, aber nicht einem Vornehmen gegenüber (Peßach. 86, b). Drei Dinge bringen in kleiner Dosts angenehme, in großer unangenehme Wirkungen hervor: Salz, Sauerteig und die Ziererei (Berach. 34, a). 5. Speisestunde. Die gewöhnliche Speisestunde ist die vierte (zehn Uhr Morgens); die fünfte (11 Uhr) ist die der Arbeiter, die sechste (12 Uhr) die der Gelehrten. Wer sein Mahl später einnimmt, gleicht dem, der einen Stein in einen Schlauch wirft (Peßach. 12, b). 6. Schüssel» orrecht. Speisen zwei Personen an einem Tische, langt der Vornehme zuerst nach der Schüssel (Der. Er. 4). Besteht die Gesellschaft aus drei Personen, steht es jedem frei, znzugreifen (Ber. 47, a). 7. Beginn des Mahles. So lange derjenige, der das Brod bricht, um den Segen darüber zu sprechen, nicht etwas genossen hat, darf sich kein Tischgenosse mit einer Speise bedienen (Ber. das.). 8. Das Tranchiren. In drei Stücken, sagte R. Akiba, lobe ich die Meder: sie tranchiren das Fleisch auf dem Tische (und nicht aus der Hand); sie küssen einander auf die Hand (und nicht auf den Mund); sie berathen aus dem Felde (wo sie nicht belauscht werden können) (Blas. 8, b). 9. Tisch Unterhaltung. Wenn drei Personen an einem Tische zusammen speisen, ohne sich von der Gotteslehre zn unter- 5*