Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 2 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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58 sich den zahlreichen ungeschichtlichen Illusionen jener Zeit hinzugeben. Die Unfähigkeit des Rabbinisinus, das sektirerische Chaßidäerthum zu überwinden, zeigte sich nicht nur in Galizien, sondern auch in Ungarn. Die ungarischen Chaßidäer, deren Zahl noch zu Anfang dieses Jahrhunderts sehr gering war, standen ursprünglich unter den galizischen Oberhäuptern; erst seit 1809 ward es ihnen gegönnt, auf ungarischem Boden ihren Zaddik zu verehren. (Fortsetzung folgt.) öuöea und Iudenthum in den beiden Donanflirstenthiimern Moldau und Walachei. Ein Beitrag znr orientalisch-jüdischen Geschichte von Prof. Alfred Cantarini. (Fortsetzung) *)• Was thaten nun die Juden während dieser Zeit? Die Juden in der Moldau konnten dem allgemein angeregten großen Impulse, wenigstens in Beziehung ans Wechsel des Costüms, nicht entgehen; auch sie wechselten daher ihre frühere Walachische Tracht und nahmen dafür — die polnisch - jüdische Tracht oder, besser gesagt, Vermummung an! — Doch ist diese Sonderbarkeit leicht erklärlich, wenn man bedenkt, daß zu jener Zeit nnter dem großen Strome der Einwanderer auch das polnische, besonders russische Jndenthum für die nahe Moldau kein geringes Contingent gestellt hat. Diese neuen Ankömmlinge übertrugen das ganze polnisch-jüdische Leben mit seiner Urwüchsigkeit und seinen Auswüchsen in die Moldau, und es war ihnen dieses um so leichter, als der moldauische Jude, bei seiner geistigen Trägheit Und Inferiorität sich passiv verhielt, während der rührige Pole in seiner versatilen Thättgkeit ihn gar nicht zur Besinnung kommen ließ. Nun kamen die polnischen ״Bekische", das ״Streimel", die ״chasstdischen Pantoffel" und die übrigen Siebensachen dieses para- ') S. 1. Heft S. 10 ff.