Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 2 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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51 (1200). Eine hyperbolische Phrase R. Abraham b. David'S (gest. 27. Novbr. 1198) reichte hin, denselben als Theilnehmer an solcher wunderbarer Erleuchtung darznstellen! So fand die podolische Schwärmerei geebnete Pfade, auf denen sie ungehindert fortschreiten konnte. Gleiche Bewandniß hatte es mit der Wunderthäterei des podolischen Mystikers. Zwar fehlte es in der Rüstkammer der Vergangenheit nicht an Waffen, mit welchen die mirakulöse Anmaßung R. Jsrael's hätte zurückgewiesen werden können. R. Samuel Jbn Chofni, Gaon zu Sura (1008—1023), verwies alle nachbiblischen Wundererzählungen in das Reich der Legenden. Sein Schwiegersohn, R. Hai, Gaon zu Pumbaditha (gest. 28. März 1038), vertheidigt zwar die Geschichtlichkeit der thalmudischen Wunder, spricht aber auch der entgegengesezten Ansicht nicht alle Berechtigung ab. Ueberhaupt legt er trotz seiner Wundergläubigkeit eine Nüchternheit an den Tag (T. Sek. S. 55 ff.), welche in der Bekämpfung des Chaßidismus treffliche Dienste geleistet hätte. Allein den Bekämpfern war diese Nüchternheit durchaus fremd, da sie dem wohlthUenden Einflüsse der alten arabischen Schule gänzlich entrückt worden waren. Erzählt ja R. Zebi Aschkenasi — welcher von 1666—1686 in Ofen lebte, und in verschiedenen Gegenden Europa's Rabbinate bekleidete — treuherzig, daß sein Großvater, R. Elias, einen Homunkulus schuf (CH. Zebi 93)! Ein gleiches Kunststück, welches sich durch Antezedentien im Thalmud (Sanh. 65, b) rechtfertigen konnte, wurde auch dem R. Löwe b. Bezalel in Prag und ein halbes Jahrtausend früher dem Dichter Salomo Jbn'Gebirol nachgerühmt. Man wird sich über diese Verirrnngen und über den festen Glauben an die übernatürliche Kraft der Magie nicht wundern, wenn man sich an folgende Thatsachen erinnert, an denen weder ein Chaßidäer, noch überhaupt ein Kabbalist den geringsten Antheil hatte. Im Jahre 1728 (23. Juli) wurden zu Szegediu sechs Hexenmeister, darunter der gewesene Stadtrichter, ein Greis von 82 Jahren, und sieben Heren auf drei Scheiterhaufen an der Theiß lebendig verbrannt. Noch im Jahre 1739 wurden in der Gegend von Arad und Gyula die Heren gebadet, und wenn sie wie Pantoffelholz schwammen, hinge- 4"