Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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— 4.7 den sind uns bisher bekannt worden: ein כתר תורה und ein ציץ in großartigern Style. Spender: Gemeindevorstandsmitglied Hr. S. Herz; drei kunstvolle כרוכות gespendet von der Frau Elisabeth Goldberger und H. H. M. A. Weiß und Herr mann Engländer. Das Weis'sche כרכת trägt in Gold gestickt: zwei znm Gebete in die Höhe gehobene Hände mit der Umschrift: והיה כאשר ירים בושה ידו וגבר ישראל לפ״ק. Diese Umschrift ist nicht stur aus Rücksicht auf den Namen des Spenders, der Moses heißt, sondern auch dem Inhalte nach sehr paffend gewählt: Wo der alte Moses die Hand nicht sinken Läßt, dort ist Israel stark. u — Der nach Cuneo (Piemont) berufene Rabbiner Giuseppe Emanuel Levi hat in seiner Antrittsrede die Nothwendigkeit der Offenbarung besprochen. (E. Ä.) ilo. Die k. k. isr. Musterhauptschule in Pesth ist mit eiuer Parallelklaffe vermehrt worden. Der Kultusgemeindevorstand hat die armen Schüler dieser Schule wie nicht minder die der isr. Normalhauptschule mit vollständigen Winteranzügen versehen. Ein Gleiches geschah von dem Frauenvereine für die armen Schülerinnen. X. In zweiter Auflage erschien vor Kurzem. ״Damaskus. Ein Wort zur Abwehr von Dr. L. Zunz. Nebst einem Verz. der Schriften des Vers, von M. Steinschneider. Berlin, Springer 1859." Wir empfehlen dieses Schristchen dringend jedem Freunde jüd. Geschichte und Literatur. Dem S. XI. Gesagten wäre hinzuzusügen: ein Erlaß der ungarischen Statthalterei vom 24, Juni 1791, in welchem die Behörden nnd die Geistlichen ausgesordert werden, dem in Rede stehenden gehässigen Vorurtheile energisch entgegenzutreten. Da Zunz über die conversationslerikonische Unsterblichkeit jüd. Gelehrten zu verfügen hat, und bei diesem Geschäfte nicht ganz unparteiisch zu Werke gegangen sein sott, so ließen die Unsterblichkeits-Reklamationen nicht lange auf sich warten. St. weist dieselben als ungebührlich zurück. Wir haben natürlich keine Ursache, uns in diesen Streit zu mischen. — Das neueste Werk von Zunz: ״Die Ritus des synagogalen Gottesdienstes geschichtlich entwickelt" werden wir ausführlich besprechen. — Auf homiletischem Gebiete ist die neueste Erscheinung: ״Predigten von Dr. L. Herzfeld, Braunschweig'schen Landesrabbiner. Nordhausen, Büchting 1858." X. Im Lomb. Venet. Königr. erscheinen zu gleicher Zeit zwei hebräischitalienische und italienisch-hebräische Wörterbücher: eines von D. C. Recanati in Verona und eines von Aron Luzatto in Triest. Ersteres ist bereits ganz vollendet, von Lezterem ist das Erscheinen des 2. Theils im Zuge. — In Lemberg herrscht auf dem Gebiete der neuhebräischen Literatur große Regsamkeit. Kob ak fährt fort, den Jeschurun herauszugeben, und von Jos. Kohn ist so eben das 4. Heft des Meged Jerachim erschienen. Der Verleger des leztern ist Mich. Wolf, welcher die Absicht hat, unter dem Titel Semiroth Israel eine vollständige Sammlung der besten neuhebräischen Dichtungen herauszugeben. Möge dieses Unternehmen die gebührende Unterstützung finden! — Den jüd. Patienten, welche sich durch Dr. Altstädter's Monograsie ״Szegedin als Winteraufenthalt für Brustleidende", bewogen fühlen, zur Linderung ihrer Leiden in unsere Mitte zu eilen, diene zur Nachricht, daß sie hier Alles in reichstem Maße finden, was zu einem israelitisch-religiösen Leben erforderlich ist. Die erwähnte Monografie wird von Sachkennern gerühmt. K. X. Am 4. Dezember v. I. (,ש׳ המכר) feierte der Sohn Dr. Albert Cohn' s in Paris sein Barmizwafest. Der berühmte Vater schenkte bei dieser Gelegenheit der Konsistorialsynagoge ein in Jerusalem geschriebenes Sefer Thora. Die Festreden dieses Tages sind gedruckt erschienen. Die erste Rede