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Ben Chananja · 1859-01-01 · 1 (1859) · p. Seite 48

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
1 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 48 (sequence 48)
Language
German
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— 48 hielt der Großrabbine des Zentral-Konsistoriums, Hr. Ulmann. Die Worte der Haftara Sech. 4, 7 zu Grunde legend, nennt der Redner unfern Albert Cohn einen neuen Serubabel, ״der das Geheimniß besizt, vermittelst dessen es ihm gelingt, Berge zu ebnen, Hindernisse zu besiegen, Werke zu gründen, Institutionen zu vervielfältigen, und die Fahne der Religion und des Glaubens wie aus einem monumentalen Steine hoch in die Höhe -zu heben. Das Geheimniß liegt in der Thora, mit welcher er fein Herz von Kindheit an genährt . hat. Dem Gottesworte bringt er heute eine doppelte Huldigung durch die Ein- Weihung der Thora, womit er unser Heiligthum bereichert, und durch die Weihe seines ältesten Sohnes, welcher heute zum ersten Male zu den! h. Buche gernsen wird". Die zweite Rede hielt Hr. Isidor, Großrabbiner des Pariser Konsistoriums. ״Wer von den ׳Verdiensten Albert Cohn's spricht", sagt Hr. I. unter Anderm, ״ist nur das Echo vou dem, was von Paris bis Jerusalem, von Wien bis Algier gesagt wird! Israeliten von Paris! Was verdanken wir nicht der Anregung oder Mitwirkung Albert Cohn's und' was hat er nicht für unsere Gemeinde gethan!" Die dritte Rede hielt der junge Samson Cohn im väterlichen Hause. Dieselbe schildert die Verdienste, welche sich die Kohanim von Aron bis Josefus und Philo erworben haben, und schließt mit frommen Gelübden für die Zukunft. Die Israeliten Ungarn's, die sich des wohlverdienten Ruhmes ihres edlen Landmannes freuen, wünschen ihm Glück zu seinem hoffnungsvollen Samson. Möge derselbe unter dem Schutze Gottes heranwachsen zu einem seines Vaters würdigen Sohne! — Die Chewra Kaddischa zu Gyöngyös hat ein neues Spital ge- . gründet. Betteu und andere Requisiten wurden von wohlthätigen Gemeindegliedern gespendet. Die Herren Moses Braun, vr. Bräu er und Abr. Horowitz nehmen sich der neuen Anstalt mit besonderem Eifer an. Das Schulwesen befindet sich dagegen daselbst in einem miserabeln Zustande. Die alten Melamdim sind an der Hauptschule angeftellt, da die Chadarim endlich gesperrt werden mußten. Der'Rabbiner ist nicht geneigt, die Anstellung tüchtiger Lehrer zuzülaffen. Auch die so dringend nöthige Erweiterung der Synagoge unterbleibt, damit die Almemor- und Chorfrage nicht austauche. I. M. ß. L. Im Szolnoker Komitate wurden im vergangenen Schuljahre folgende israel. Schulen errichtet:- ' In Szolnok eine zweiklassige Volksschule mit dem Kostenaufwande von 2500 fl. C. M. In Török-St.-Miklosch eine zweiklassige Volksschule mit dem Kostenaufwande von . . . . . . . 1600 ״ ״ In Mezö-Tur eine zweiklassige Volksschule mit den Kosten vou. .... 2000 ״ ״ In Tißa-Füred eine einklasstge Volksschule mit dem Kostenaufwande von . . ....... . 1350 ״ ״ In Tißa-Beö eine zweiklassige Volksschule mit dem Kostenaufwande von. . 1500 ״ ״ In Fegyvernek eine einklasstge Volksschule mit dem Kostenaufwande von. . 710 ״ ״ Dies sind wol die Kosten der ersten Einrichtung, aber auch in Zukunft dürften sich dieselben zur Erhaltung der vorbezeichneten sechs isr. Volksschulen jährlich ans 4800 fl. ö. W. belaufen, was einem Kapitale von 96,000 fl. entspricht. Außer den vorgeschilderten sechs isr. Volksschulen sind noch ähnliche zu Kenderes und Tißa-Földvär in der Regelung begriffen. Die Schule zu Tißa- Beö wird von 33 Knaben und 19 Mädchen, die zu Fegyvernek von 16 Knaben und 11 Mädchen besucht.

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