Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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31 — Z. 10,054, in Anerkennung seiner vielfach erprobten Befähigung die Prüfungs- Ergänzung als Hauptschullehrer ehrenvoll erlassen worden^ H- & Tvoppau, Mitte Dezember. Die hiesige, ungefähr 200 Seelen zählende israel. Kultttsgemeinde hat sich im Jahre 1851 organisirt. Die ersten Rabbinen der neuen Gemeinde, Mar Lamberg und Leopold Singer, haben das geistige Wohl derselben mit Liebe und Treue gefördert. Um die Erbauung der Synagoge hat sich besonders Hr. Löbl Berl, und um die Regelung des Gottesdienstes und des Unterrichtes Hr. David Hirsch bleibende Verdienste erworben, welche die Gemeinde dankbar anerkennt. Die sel. Gattin des Erstem, Henriette Berl geb. Krämer, hat ein geschmackvolles רכת£> anfertigen lassen. Der Kantor I. Blum thut das Seinige, um den Gottesdienst, bei welchem ein trefflicher Chor mitwirkt, zu verherrlichen. Arme Studirende werden von der Gemeinde reichlich unterstüzt. Die Stätte der Dahingeschiedenen wird hier in bester Ordnung gehalten, und gönnte man dem Grabeshügel den duftenden Rosenstrauch׳ noch bevor Ihre Abhandlung ״Blumen auf Gräbern" dieser Aeußerung zarter Pietät das Wort redete. Ueber die übrigen Gemeinden Schlesiens nächstens. Markus Lchrvab. Lemberg, November *). Am 4. dieses Monats wurde in der hiesigen deutsch-israelitijchen Synagoge die Todtenfeier des gottseligen Kreisrabbiners weil. Hm. Simcha Nathan Ehlenberg abgehalten. Das Gotteshaus war von Andächtigen gefüllt, die herbeigeeilt waren, um dem Verewigten den lezten Tribut ihrer schuldigen Ehrerbietung darzubringen. Die Feier war des gottseligen R. Salomon Nathan vollkommen würdig. Nach Beendigung der üblichen Gebete und Gesänge bestieg der Prediger Dr. Schwabacher die Kanzel. Da die Trauerrede gedruckt erscheinen wird, so glaube ich mich eines ausführlichen Berichtes über den Inhalt derselben enthalten zu dürfen. An die Worte der Schrift ״ein guter Name ist köstlicher denn Oel" anknüpsend, schilderte der herrliche Redner die wohlthuenden Wirkungen des Oels, und machte davon eine wahrhaft meisterhafte Anwendung auf den Gegenstand seiner Rede. Wie der seltenen thalmudischen Gelehrsamkeit des Betrauerten, so ließ der geehrte Reduer auch dem biedern, milden Charakter desselben, so wie den Verdiensten Gerechtigkeit widerfahren, welche sich der sel. R. Simcha Nathan nicht nur um die hiesige Gemeinde, sondern um die ganze galizianische Judenschaft erworben hat. Den Schluß der durch Gedankenreichthum und Kraft der Sprache gleich ausgezeichneten Denkrede bildete die eindringliche Ermahnung, den Tugenden des Verewigten nachzueiferu. Die Worte, welche der Profet Elias an seinen Schüler Elischa richtete, 2 Kön. 2, 9, 10, wurden in dem Epiloge geistreich dahin gedeutet, daß uns das Bild theurer Entschlaseueu auch dann vor der Seele schweben müsse, wenn sie selbst längst unseren Blicken entrückt (לקה) sind. Josef Llolmk. ') Zufällig verspätet.