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Ben Chananja · 1859-01-01 · 1 (1859) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
1 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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— 24 — III. Eon Dr. G. Wolf, Religionslehrer in Wien. 1. Der hebräische Unterricht beginnt in der 1. Klaffe. Ist den Schülern das Lesen bereits geläufig, so wird sogleich zur Uebersetzung des Peutateuchs geschritten; wo nicht, wird der Leseunterricht vorgenommen. Das Lehrziel hängt von dem Zeitmaße ab, welches dem Gegenstände gewidmet wird. Davon hängt aber auch die Lösung der 2. Frage ab. Jedenfalls dürste es genügen, wenn die Schüler den Pentateuch mit Ausschließung gewisser, für die Jugend nicht paffender Stellen, erlernen. Bei geringerem Zeitmaße ist die Zahl der zu erlernenden Stücke mit Berücksichtigung des Inhaltes zu reduziren. Die Ordnung des Pentateuchs ist beizubehalten; nur wird der Lehrer in den höheren Klassen bezüglich der Erläuterung tiefer eingehen müssen. 3. Die hebr. Grammatik soll sich so viel als möglich der deutschen auschließen, so daß die Schüler zu gleicher Zeit das Eine und das Andere lernen, wenn auch natürlich der hebr. Unterricht minder erschöpfend sein kann, als der in der Muttersprache. Wenn die Schüler die Volksschule verlassen, sollen sie inne haben: Kenntniß des Genus, der Zahl, der Suffiren, der Fürwörter und der Binjanim. Jedenfalls wird das Grammatische auch praktisch gelehrt werden müssen, und wird die Jugend vor Ueberbürdung zu bewahren sein. 4. Es ist nicht nöthig, daß in der Volksschule den Knaben ein besonderer Religionsunterricht ertheilt werde. Es reicht hin, wenn der Bibelunterricht auf eine für die Glaubens- und Sittenlehre befruchtende Weise ertheilt wird. Am Ende sind alle Religionsbücher aus der Bibel geschöpft; warum also nicht bei der Quelle bleiben? 5. Die Schule muß für das Verständniß des Gottesdienstes Sorge tragen. Daher sirid allerdings die wichtigsten Gebetstücke, deren Satzkonstruktion nicht sehr schwierig ist, zu erlernen. In diesem Sinne wäre es auch wünschens- Werth, daß die Schüler mit den Haftharoth historischen Inhalts bekannt gemacht würden. Nordungarische Skizzen. Von Sigmund Aohn, Schuldirektor in Liptau St. Nikolaus. So oft wir einen Bkick auf unsere, in schönem Aufschwünge begriffene periodische Schulpresse werfen, so oft erfüllt uns ein lebhaftes Interesse gerade für jene kleinen Berichte über den Stand der jüdischen Schulen aus Nah ^ind Fern.

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