Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 — so treten uns hier Ideen und Begriffe entgegen, ,welche, die Bekanntschast mit jenen Bildern bei den Lesern voraussetzend, die Erklärung derselben zu versuchen scheinen. Der Styl ist ein conziser, der ohne alle Umschweife direkt ans sein Ziel losgeht, was freilich in der Jdra raba als einem Kommentare der Fall nicht sein konnte. Eben so ist dem Inhalte nach der Unterschied bemerkbar, daß die Jdra suta sich viel mehr mit der Sfirothlehre beschästiget, und daß in derselben eine besondere Neigung zur Buchstabenmystik durchschimmert. Diese in der Jdra raba äußerst selten vorkommende Spielerei ist hier sehr vertreten, wie wir noch im Verlaufe der Besprechung darauf zurückkommen werden. Vergl. die Stellen 289, a mit dem zweiten Abschnitte der Zniutha. Ja, der Verfasser bedient sich eigener mit der Buchstabenmystik sich beschäftigenden Schriftwerke. Das Hagadabuch des R. Juba wird sechsmal, das des R. Hamunna dreimal, das Sisra d'zntutha zweimal zitirt!-- — Diese Charakteristik ermächtigt uns, die Abfassung der Jdra suta in eine Zeit zu verlegen, wo abendländische Reflexion schon die orientalische Fantasie überwältigt hatte, also in eine spätere Epoche als die der Jdra raba. Fügen wir nun noch den Umstand hinzu, daß dieses Schriftstück im Sohar nirgend zitirt wird (stehe unten 8- 50), so mag es mit der Soharsammlung in einer Zeit entstanden sein, aber noch zeitlich genug, um, diesem Sammelwerke angepaßt, einen würdigen Schlußstein desselben abgeben zu können. 8- 38. An die Jdra raba sich anlehnend, oder vielmehr den Stand- Punkt der Jdra zum Ausgangspunkte seiner Reflexionen machend, läßt der unbekannte Verfasser den gefeierten Joachiden sprechen. Wurde aber in der Jdra raba der Geheimbund in seiner Kulminationöhöhe erfaßt, so wird hier der Vortrag als das Schwanenlied des Großmeisters׳ in einigen treffenden Zügen dargestellt. Zu dem Hellsehen des Geistes in der Todesnähe, wie es zu allen Zeiten geglaubt wurde *), gesellt sich der besondere Nimbus, der תוסף רוחם — יגועון (י wird in dieser Beziehung I. 218, b gedeutet. Ben-Cbananja 4859. I. 2