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Ben Chananja · 1859-01-01 · 1 (1859) · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
1 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Die Chaßidim oder Assidäer, wie sie in den Büchern der Makkabäer genannt werden, hatten sich ohne Zweifel schon vor der haömonäischen Erhebung gegen das eindringende Heidenthum zur Erhaltung und Pflege des -väterlichen Glaubens enger und ängstlicher an einander geschlossen, vielleicht auch als eigene Partei organisirt. Da dies jedoch in keinem Falle vor der Regiernngszeit des Königs Antiochus Epifanes geschehen ist, so wird die hasmonäische Schilderhebung mit ziemlicher Richtigkeit als der Zeitpunkt betrachtet werden, wo der Name Chaßidim zum Parteinamen wurde. Die Chaßidäer hatten viel zu strenge Grundsätze, als daß sie nach glücklicher Beendigung des nationalen Krieges in die Masse der Nation hätten aufgehen sollen. Sie blieben nach wie vor ein geschlossener Verein. Die wesentlichen Merkmale dieses Vereins waren: Aengstlicheö Beobachten der rituellen Reinigkeitsgesetze; fleißiges Waschen und Baden; gemeinschaftliche Andachtsübungen und sorgfältige Vorbereitung zu denselben; und — mindestens theilweise — Gütergemeinschaft. Manche derselben widmeten sich ganz der Kontemplation, während Andere fortfuhren, ein werkthätigeö Leben zu führen. Leztere wurden Männer der Praxis (אנשי 2(!שה) genannt (Krochm. More 144). Bei dem Volke stauden die Chaßidäer nicht nur wegen ihres enthaltsamen Lebens- Wandels in hohem Ansehen, sondern auch wegen der Wunderkliren und Dämonenbeschwöriliigen, die ihnen allenthalben nachgerühmt wurden. Die Spuren dieses alten Chaßidäerthums lassen sich bis in's vierte Jahrhundert der heutigen Zeitrechnung verfolgen. Dasselbe erlosch gänzlich, als die Schulen des gelobten Landes der Ungunst der Zeiten weichen mußten, und tiefe Regungen des religiösen Gefühls keine energische Kundgebung wagen durften. Sv groß auch das Ansehen der Chaßidäer während ihrer Blüthezcit war, so wurden doch ihre Extravaganzen nicht selten verspottet. Namentlich zählt R. Josna b. CH an an ja den närrischen Chaßid (הסיר שוטה) zu denjenigen, die ״die Welt verder- Heu", d. h. schädliche Glieder der Gesellschaft sind (Sota 3, 4). Die Gemaren fügen erläuternd hinzu: Wer kennzeichnet sich als

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