Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 561 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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— 561 — dem Orte entfernt und das äußerste Maß, wie wett man am Sabbath gehen darf; dieses heißt עבורה של עיר, erstreckt sich nur auf stebenzig zwei Drittheil Ellen außerhalb der Ortsgebäude, und wird in einigen halachischen Beziehungen als zum Orte gehörig betrachtet (Erubin 5, 7. Nedarim -7, 5). Interessant ist die (Erub. 53, a) angeführte Meinungs-Differenz zwischen Rab und Samuel über die Etymologie dieses Wortes. Der Eine lieft eö mit א und leitet es ab von אבר, Glied, da dieses Weichbild gleichsam als ein dem Ortsgebiete zugegebenes Glied zu betrachten sei; der Andere mit ע und hält es vielleicht für eine Iterativ-Form vom V. עבר, überschreiten, da es gleichsam ein Ausdehnen des. Ortsgebietes über den eingeschlossenen Raum hinaus bedeutet. Das dort vorkommende באשה עוברה ist etwas gezwungen, wenn es nicht etwa aus ähnliche Weise erklärt wird. S. Gesenius r. עבר.— Der gleiche Name des Schaltmonates läßt stch auf die angegebene zwiefache Weise erklären: entweder daß der dreizehnte Monat, als ein dem gemeinen Jahre noch hinzugefügtes Glied, oder als ein Ueberschreiten des gewöhnlichen Zeitmaßes eines Jahres angesehen wurde. פרשה heißt derjenige Punkt in einer Linie oder Fläche, von dem Seitenlinien oder Wege auslaufen, auch schlechthin Scheideweg. S. d. Thargummim zu 1. B. M. 38, 14. Ezech. 21, 25. Vergl. auch Chulin 45, b, wo es die aus dem Rückenmark auslaufenden Seitenlinien bezeichnet. In der Bedeutung von Scheideweg kommt es in Sifri bei der Grenzenbestimmung Palästinas vor. Vergl. R. Ntstm zu Gittin 1, a. Nach Gesagtem dürfte es vielleicht keinen Zweifel erleiden, daß unser פרשה העבור nichts Anderes bedeutet, als denjenigen Punkt im Weichbilde des Ortes — עבור — von dem die Straßen und Pfade nach verschiedenen Richtungen auslaufen, oder mit andern Worten, diejenige Stelle, wo man das Weichbild des Ortes verließ und die eigentliche Reise erst begann. Wir sind berechtigt zu vermuthen, daß die Gefahren der Reise, die besonders zu jener Zeit in Folge der Kriege und der dadurch entstandenen Verwüstungen ganzer Landesstrecken sehr groß gewesen sein müssen, was auch aus den vielen, für Reisende verfaßten