Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 535 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2542917-2543107-2543120--0553-2544245- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 535 — seinen Zweifel. Wir wenden uns mit unverzagtem Sinne an den bessern Theil unter den Brüdern und an die bessere Seite in den Brüdern; denn unsere Zuversicht ist ein Feuer, das uns nicht vor der Zeit erkalten läßt. Sie wird uns, wie wir hoffen, unter dem Beistände Gottes auch ein Schlüssel zu empfänglichen Herzen sein. Noch eine Ierichorose^ Fragment von Pred. H. Zirndorf. . >■; ׳- ,-•M' Send' ich mein Aug' zurück in früh're Zeiten, So denk' ich segnend an des Vaters Haus, Und edle Bilder mir vorüberschreiten, Denn manches Gute zog da ein und aus. Doch einen Gast muß ich entzücket nennen Von jenen vielen, die dann geweilt, Nicht kann mein Geist von seinem Bild sich trennen, Wie schnell er pilgernd auch htnweggeeilt. Es war ein Greis, der kam von Judas Laude, Wo er geweint an manchem theuern Grab Vom Sturm des Meers, vom gelben Wüstensande Gen Abend trug er seinen Pilgerstab. Und vieles wußt' er sinnig zu erzählen Von jenem schnöd' entweihten Wunderland, Und seine Kunde goß in unsre Seelen Den tiefen Gram, des edlen Zornes Brand. Beim Abschied war's, da zog er aus den Falten Des Kleid'ö ein Röslein welk und schimmerlos, Der Dolden Strauß vom Blätterpaar gehalten, Kein Leben schlief im dunklen Blnmenschooß. *) S. S. 97. 289. 34*