Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 11 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 516 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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516 — nennen, um nicht als Verbreiter karaitischer Schriften zu erscheinen. Hr. Sal. Stern nimmt keinen Anstand, zu erklären, daß er nicht nur der Korrektur, sondern auch der genauen Bezeichnung der angeführten Schriftstellen die möglichste Sorgfalt gewidmet habe. Einen rabbanitischen Vorgänger hat Hr. Stern in dieser Unbefangenheit an Moritz Steinschneider, von welchem Franz Delitzsch bei Herausgabe des Ez Chajim von Ahron ben Elia dem Nikomedier eisrigst unterstüzt wurde (1841). Das uns vorliegende, sehr schön ausgestattete Werk zerfällt in vier Theile und umfaßt 1232 Großokiavseiten. Inh. des I.THeites: Gebete für die Werketage, für den Sabbath, die Fasttage und Pijutim für die Wochenabschnitte der Thora. Die Sidras kongruiren mit denen der Rabbaniten. Inh. d. 2. Th.: Gebete für die drei Regalim. Inh. d. 3. Th.: Gebete für den Versöhnungstag und die zehn Barmherzigkeitstage (□׳(ימי לחמי Inh. d. 4. Th.: Kasualgebete und Gesänge. Das Werk hätte ohne Zweifel großes Aussehen erregt. Allein die karaitischen Herausgeber hatten, wie ich aus glaubwürdiger Quelle vernehme, - kontraktlich bedungen, daß das Gebetbuch den Rabbaniten vorenthalten werden müsse. Nur wenige Eremplare gelangten in die Hände rabbanitischer Besitzer. Da ich nun einer der Begünstigten bin, so glaube ich den Frennden religionsgeschichtlicher Forschung einen nicht unwillkommenen Dienst zu erweisen, indem ich das karaitische Rituale in diesen vielgeachteten Blättern einer nähern Betrachtung unterziehe. (Fortsetzung folgt.) Die Lyoner hebräische Me-aille. Um 1656 fand man in Lyon bei Ausgrabungen, welche in einem Hause unterhalb der Anhöhe Fourviöre unternommen wurden, eine bronzene Medaille, fast sechs Zoll groß im Durchmesser. Äus derselben befand sich in kunstvoller Ausprägung ein schöner Kopf, der mit einem Lorbeer geschmückt ist, und rings um denselben eine hebräische Inschrift, so wie auch noch an den einzelnen Seiten einzelne hebräische Worte, unten ein lateinisches und ein griechisches Wort, auf der Rückseite ein hohler, dunkler Grund, aus dem Lichtstrahlen hervorgehen, mit einer lateinischen Umschrift und einer Jahreszahl. Die ganze Inschrift ist vollkommen leserlich und es konnte nur über einzelne Buchstaben einige Unficherheit herrschen. Die hebr. Umschrift lamet: ׳בנורת ׳נוהג ׳ית' ׳מרצון ׳נצחי ׳בתם ׳בל ׳משפט ׳העדר ׳הצורה 'ראיתי'אורך ׳לזמן ׳ישיגהו ׳הקץ ׳ואתבונן ׳בהשגחת 'אלי ׳רומי ׳השאיר ׳רשומם ׳ואעלוז ׳פרותך ׳אוחיל ׳מי ׳שדי ׳רב ׳ומלה ו״י ג״ח דע ע״י. Umgekehrt beginnt eine andere Umschrift: מ״י ב״ת ה״ע, zu beiden Seiten des Kopfes in gerader Linie liest man oben: ב״ן י״מ״ן, unten: ב״ן