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Ben Chananja · 1858-01-01 · 11 (1858) · p. Seite 510

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
11 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 510 (sequence 30)
Language
German
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— 510 — 8- 32. Diese Bilder sollen also die Begriffe, die unser Verstand von den Manifestationen des göttlichen Wesens stch macht, festftellen. Die Art aber, wie dieses transcendente Wesen auf die Welt wirkt, oder den Begriff der göttlichen Immanenz, stellen stch die Kabbalisten als den niedern Begriff der Gottheit זעיר אסין vor, welcher in seiner Strenge, die das Wirken in der Welt nothwendig macht und die schon im Wesen seiner Kreatürlichkeit liegt, einen Gegensatz bildet zum Wesen der Allliebe, von welcher so etwas Unvollkommenes nicht gedacht werden kann. ובהאי תליין ימין ושמאל נהורא והשוכא רחמי ודינא וכל ימינא ושמאלא תלי 136 בהאי ולא בעתיקא, a. Es ist wichtig, wie die Kabbalisten sich bet dieser Idee, die wir in allen alten Systemen vorfinden, gegen jede dualistische Auffassung verwahren. Siehe 141, a. u. b. Hauptgrundsatz bleibt: der Attik mit dem Seir bilden eine Einheit, nur unserem schwachen Auffassungsvermögen erscheinen sie verschieden von einander. — Als Consequenz dieser Eintheilung haben sie alle Anthropopathien auf den Seir bezogen, und viele Schriftstellen werden in diesem Sinne erklärt, während die Gnostiker den Gott der heiligen Schrift für den DeMiurgos hielten. 8- 33. Bei der Darstellung dieses minder erhabenen Gottesbegriffes kommt schon mit gehöriger Consequenz ein weibliches, passives, negatives Prinzip zur Geltung, welches die Kabbalisten in ihrer drastischen Art als weibliche Hälfte des Seir aussthrltch beschreiben, wo sie sich aber die schon in der h. Schr. erwähnte Schöpfung des ersten Menschenpaars als eines Anlehnnngöpunktes bedienen. Vgl. Philo 1. Buch äs Legis alleg. Pf. 1, 150., die Behauptung, der Gen. Ü, 15. genannte Adam sei nicht der uv&qmnoafisnlaafisvo? mit den in Sifr. dzn. und 144, a. oft vorkommenden לאסקא אדם רלעילא• Auch die indische Cosmogonie bietet Analogien zu diesen Anschauungen. S. Hirsch Religionsfil. S. 176. 8- 34. Daß in Verfolgung dieses Jdeengangeö viel Extravagantes vorkommt, liegt in der Natur der Sache, um so mehr, da hier

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