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Ben Chananja · 1858-01-01 · 11 (1858) · p. Seite 495

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
11 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 495 (sequence 15)
Language
German
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— 495 — solche Handelsverbindung wurden wir durch die Bestimmung der geografischen Lage des biblischen Goldlandes Ophir hingelenkt. Gesenius ') weist nach, daß Ophtr in Indien gelegen sei und bringt hiefür folgende sehr einleuchtende, kaum gründlich widerlegbare Beweise: 1. Sind alle in der Bibel vorkommenden, aus Ophir gebrachten Produkte in Indien einheimisch und zum Theil, wie Ebenholz und Sandelholz, nur in Indien einheimisch; ja was besonders wichtig ist nnd für die aufgestellte Behauptung spricht, mehrere derselben sind in der hebräischen Sprache mit indischen Namen belegt; der Affe, קוף, heißt im Sanskrit und Malabarischen Kapri, der Pfau, תכיים, heißt im Malabarischen Toge't. 2. Die dreijährige Dauer der Schiffahrten ist nur durch die große Entfernung vom Mittelmeer bis zum indischen Ocean erklärbar, אני תרשיש ist sodann mit Kauffartheischiff zu übersetzen, wie das in der heutigen Schiffersprache gebräuchliche Jndienfahrer, Grönlandssahrer 2). 3. Hat Ophir viele Anknüpfungspunkte an indische Namen. Auch Lassen 3) weist dasselbe nach, und findet ebenfalls in dem Worte selbst genügende Anknüpfungspunkte. Diese Handelsverbindungen zwischen Inder und Hebräer waren theils direkte, wie unter Salomo, der Schiffe nach Ophir schickte, theils indirekte durch Vermittlung der Araber. Die Indier hatten in Arabien einen Handelsstapelplatz, wohin sie ihre Waaren zur, See lieferten, welche sodann von Arabern aus Landwegen nach Palästina gebracht wurden. Lassen, der gründliche Forscher auf indischem Gebiete, weist nach, daß dieser Stapelplatz auf Sokotora in Arabien gewesen. Wenn daher die hebräischen Profiten von Gold, Edelsteinen und Wohlgerüchen sprechen, welche die Sabäer nach Palästina und nach Thruö bringen, so ist anznnehmen, daß dieselben diese Maaren aus den Händen der Indier bekommen haben. Unwahrscheinlich ist es aber, daß die Araber selbst nach Indien gegangen, um diese Maaren von dort zu holen, da sie, was von den Sabäern insbesondere gilt, höchstens Küstenschifffahrt treiben konnten. Strabo ־*) erzählt von ihnen, daß sie ihre Schiffe ') S. Ersch und Gruber Art. Ophir. ׳) S. Gesenius Wörterb. Art. Tarschisch. 3) Indische Alterth. I. S. 489. ') XVI. 4. 29. ..

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