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Ben Chananja · 1858-01-01 · 11 (1858) · p. Seite 492

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
11 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 492 (sequence 12)
Language
German
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492 — Kohen, geb. in Hanau 1687, schrieb als 20-jähriger Jüngling ein grammatisches Werk (Binjan Schelomo). Und ob er auch über die Vernachläßigung des hebräischen Sprachstudiums bittere Klage führt, so bezeugt er doch selbst, daß er zahlreiche Schüler in der hebräischen Grammatik unterrichtet, und in vier, fünf Monaten das Lehrziel erreicht habe 17). Die Schriften der Gegner Salomon's, Reuben Seligman Krteshabers, Asriel Meisels, Mardechai Prägers und Anderer, beweisen, daß sich die hebräische Sprachkunde nicht ganz verlassen sah. Gute Arithmetiker und Kalendermächer, von denen sich manche auch mit Geometrie beschäftigten, gab es auf jeder größern Jeschiba. Nicht nur der Arzt Anschel Worms 18), sondern auch Thalmudisten, wie Salomon Chelmo, Rabbiner in Lemberg (gest. 1777), Eidlitz in Prag (gest. 1786)/ Elias Pintschav und Barnch Sklover, schrieben über mathematische Materien. R. Elias Wilna (1722—1792) hatte besondere Vorliebe für Mathematik 19). Sein Thalmudstudium war ein tief eingehendes; um die Terteskritik des Thalmuds hat er sich bedeutende Verdienste erworben. Jesajas Pick, Rabbiner zu Breslau, stand ihm in der thalmudischen Terteskritik nicht nach. Die Noten Beider sind zu einem wissenschaftlichen Thalmudstndium unentbehrlich. An R. Jechiel Heilprin hatten sie einen würdigen Vorgänger. Auch war Israel Levi, Mendelssohn's Lehrer, nicht der einzige, der sich mit den philosophischen Werken der arabischen Schule beschäftigte. Die genannten Männer und ihre Gesinnungsgenossen bildeten allerdings Ausnahmen. Allein wie die wenigen Forscher der Gegenwart, welche für die linguistische, archäologische und historische Behandlung des Thalmuds gegen die Einseitigkeit der Pilpulisten und die Willkür der Allegoriker ln die Schranken treten, das Thalmudstndium der Zukunft begründen, so waren es im vorigen Jahrhunderte jene Ausnahmen, die jüd. Studien und Bestrebungen eine neue Richtung vorbereiteten. Wenn also Zn uz das zwischen Josef del Medigo ״) Zohar ha-Lheba Eiul. 18) Carmoly, Rev. Orient, p. 435. >9) Orient IX. S. 123.

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