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Ben Chananja · 1858-01-01 · 11 (1858) · p. Seite 485

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
11 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 485 (sequence 5)
Language
German
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— 485 — Christen bis auf den heutigen Tag des Kaffee's, ״um den Mohamedanern in religiöser Hinsicht nicht gleich zn sein;" in dem Königreiche Shoa (Afrika) wird der Kaffeebaum von christlicher Seite sogar zerstört und ausgeriffen 6)! Die Bemühungen europäischer Reisenden, das kaffeefeindliche Vorurtheil zu entkräften, sind bisher fruchtlos geblieben 7). Bei den Rabbinen fand dieses Vorurtheil keinen Eingang. Ihnen erschien der Kaffeegenuß als eine unschnldige Neuerung; sie machten daher diesen Genuß unbefangen zum Gegenstände mannigfaltiger religionsgesetzlicher Bestimmungen 8). 6) Ritter, Erdkunde von Asten, VIII. Bd. S. 555. ’) Das. 557. 8) Diese Bestimmungen tauchen zuerst im Oriente auf, wo der Kaffee zuerst genoffen und gepriesen wurde. Die ersten Spuren derselben stammen aus der 1. Halste des 17. Jahrhunderts. Sie betreffen folgende Punkte: I. Den Genuß des K.'s vor der Morgenandacht. Derselbe wird unter der Voraussetzung, daß man auf den Zucker verzichte, besonders in Egypten gestattet, wo der Kaffee unentbehrlich geworden ist. R. Chisk. di Silva im P. Chad. zum O. CH. 89, 3. Egypten ist in der That eine der ältesten Statiouen, zu welchen die Mode des Kaffeetrinkens durchdrang. S. Ritter a. a. O. S. 573 ff. - . - II. Die über den K. zu sprechende Beracha oder Benediktion, wenn derselbe nach dem Tischgebete gereicht wird. Dieselbe wird für überflüssig erklärt. Abraham Ha-Levi (1690 in Eg.) im Ginn. Verad. I, 1. 2., woraus zu ersehen, ist, daß der K. nach dem Speisen in jüd. Kreisen noch nicht allgemein üblich war: .ודגה זה מפורסם הרבה במצרים בסעודות המים שאהר כל 5;סעודה ישתו משקה זה auch B. Het. zu O. Eh. 174, s. III. Die Nachberacha, über deren Pflichtmäßigkeit die Meinungen getheitt sind; s. Nos. im Mischne le-Mel. Ber. 3, 12. Ginn. Verad. I. 1, 16. 17; In Rücksicht aus diese Diskussion haben manche- Fronnne nur kalten Kaffee genommen; s. B. Het. zum O. CH. 104, 12. IV. Den Genuß des K.'s in Kaffeehäusern am Sabbath. Die vorherrschende Meinung ist hier prohibitiv, B. Heteb 360, ,6. und Schaare Jeschuba das.; wogegen der Genuß desselben nach dem Afikoman als unbedenklich angesehen wird, das. 481, 1. Bemerkenswerth ist auch die verschiedene Schreibung: ,לןאבי ,קאהבי קאסי ,קרוי ,קאויי• (Lezteres nur bei abendländischen Schriftstellern). Aeltere arabische Schriftsteller halten die Benennung des K.'s für arabisch. Neuere Forscher geben ebenfalls den semitischen Ursprung zu. Nach Nödiger bezeichnet das Stammwort Kahwe im Arabischen, Hebräischen und Aramäischen (!־־!np.

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