Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 478 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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— 478 gelaufen! ZezL haben wir leider einen Wechsel (rsots Wechsler) aceeptirt, den will, uns Niemand einlösen!" — In Papa, wo so herrliche Gebäude errichtet worden sind, könnte viel Gutes geschaffen werden. Wie ich vernommen, sott die dortige Schule sanctionirt worden sein oder werden. Möchte sich dies *nur bestätigen, so wäre es für Lehrer und Schule vom großen Nutzen.׳ Von guter Seite erfuhr ich, daß aus Güns beim Vorstande in Rechnitz angefragt wurde., an welchen Tagen der Oberrabbiner Dr. Zipfer predigt. Derselbe hielt vor Kurzem eine so ergreifende Leichenrede in Güns, daß viele sich veranlaßt fühlten, obige Anfrage zu stellen. Herr Di׳. Zipfer war vom Chor begleitet, und war diese Bestattung, besonders aber die Rede des hochgelehrten Rabbinen von solch großem Erfolge gekrönt, daß man an den Tagen, wo Predigt ist, aus der Umgegend nach Rechnitz eilt, um den Mann von der Kanzel zu hören. Möge die innige und aufrichtige Liebe und Geneigtheit der Rechnitzer Gemeinde zu ihrem wissenschaftlich gebildeten Seelsorger nie schwächer werden, und möge diese schöne Gemeinde unter dem friedlichen und gewiß segensreichen Wirken des ehrw. Dr. Zipser immer mehr erstarken und immer mehr Gutes schaffen. Oberlehrer Siegfried Kann. Waichen, im September. Es freut mich sehr, meine Berichte mit der erfreulichen Kunde eröffnen zu können, daß unser würdiger Rabbine Adolf Neumann, Sohn des vielverdienten neuhebr. Schriftstellers Mos. Sam. Neumann, von der Statthalterei in seinem Amte bestätiget wurde. Hie hiesige dreiklasfige Schule trat 1852 in's Lehen. Die Vorsteher J s. Br äu er und Lazar Reiser erwarben sich um dieselbe bleibende Verdienste. Außer drei Klassenlehrern wird von der Gemeinde auch ein Thalmüdlehrer besoldet. Die Schule wird von dem Pachtschitling der Gebella und der Fleischbank erhalten. Schulgeld wird außer der Einschreibegebühr von 30 kr. nicht gezahlt. Die Zahl der schuldesuchenden Kinder beläuft sich in diesem Schuljahre auf 177, und zwar: 1. Kl. 44 Knaben, 50 Mädchen, zusammen 94; 2. Kl. 34 Kn., 19 Mädch., zus. 53; 3. Kl. 25 Kn., .5 Mädch., zns. 30. Die große Differenz^ zwischen der Knaben- und Mädchenzahl in den höheren Klaffen erklärt sich aus dem Umstande, daß die künftigen Hausfrauen und Mütter leider zu früh der Schule entzogen werden. Nächstens sollen Sie von der hiesigen Gegend Allsführliches hören 1). Leopold Keifer. SiklvS (Baranyer Komitat), im September. Am 10. August d. I. ist Hr. Aron Roth als Rabbiner des hiesigen Bezirkes instattirt worden/ Ausgerüstet mit gründlichen thalmudischen und weltlichen Kenntnissen, und als Pädagog gewandt und erfahren, wird er, dies hoffen wir zu Gott, in unserer Bezirksgemeinde eine segensreiche Wirksamkeit entfalten. Gleich nach seiner An- Dunst hat er uns auf den in unserer Gegend noch nicht verbreiteten Ben--. Ked. D ‘) Was mich sehr freuen wird.