Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 479 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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— 479 — Ehananja aufmerksam gemacht. Sie können schon hieraus ersehen, daß unsere Rabbinerwahl eine glückliche zu nennen ist '). Ein neuorthodorer Romantiker wäre bei uns nicht an seinem Orte gewesen. Darum freuen wir uns auch, in uuserm Komitats-Oberrabb., Dr. Hirschfeld, einen Mann zu besitzen, der die Fähigkeit und den Willen hat, Religiöfität und Bildung zu fördern. In der benachbarten Somogy scheint dagegen der Weizen der Romantik blühen zu wollen. Doch darüber ein anderes Mal. Schulhof, Kultus-Gemeindevorsteher * 2). Fünfkirchstt, im September. Unser neugewählte Rabb. Hr. vr. Hirschseld entspricht vollkommen allen*von ihm gehegten Erwartungen. Sein Feuereifer für das Iudenthum gewinnt ihm alle Herzen. Sein moralischer Einfluß auf die Schule ist sehr wohlthätig, sein Umgang mit den Lehrern sehr liebreich. ״Ich will nur der erste Kollege der Lehrer sein!" Dies sind seine eigenen Worte. Sein Vorgehen rechtfertigt auch die Hoffnung der Lehrer, eine immer ehrenvollere Stellung in der Gemeinde zu erlangen. Unsere Schule, welche bereits im Feber d. I. zu einer jener 3) bekannten Musterhauptschttlen erhoben wurde 4), fleht sehnsuchtsvoll der Schlichtung einiger kleiner Mißhelligkeiten entgegen, wodurch die Regelung unserer Schulangelegenheiten verzögert wird 5). — Uebrigens wissen wir es auch hier nach Gebühr zu würdigen, daß ״Ben-Chananja" für den Lehrerstand sreudig^das Banner der Gerechtigkeit schwingt ^). 3. Entmann, Hauptschullehrer. p. Einer Korrespondenz aus Arad entnehmen wir, daß das'hocherfreuliche Ereigniß der Geburt eines Kronprinzen dem allgemein geachteten k. k. priv. Großhändler, Herrn Ignatz Deutsch, Präses der Araber isr. Kultus- Gemeinde, Gelegenheit gegeben hat, seine Loyalität und seinen Wohlthätigkeitssinn auf das Glänzenste zu bethätigen, indem er der ganzen Mannschaft der hiesigen Festung vom Feldwebel abwärts ein halbes Pfund Fleisch und eine Halbe Wein pr. Kops verabfolgen und alle arme Schülerinnen der Mädchenschule, 13 an der Zahl, auf eigene Kosten, mit vollständiger Winterbekleidung versehen ließ. ') Hr. Vorsteher! wir danken verbindlichst für das freundliche Kompli» ment. Le). \2) Ihren Berichten sehe ich mit Verlangen entgegen. Auch Hrn. M. S. bitte ich, seine Korrespondenz fortsetzen zu wollen. Le). % Welcher? Le). 4) Wollen Sie die Güte haben, mir eine WMne Abschrift des betrefsenden h. Erlasses ehethunlichst mitzutheilen. Ne). 5) Ich bitte um einen ausführlichen Bericht. Ne). ' ף B.-Ch. thttt damit nur ftine Schuldigkeit, welcher er allezeit nachkommen wird. Brave Lehrer werden es aber ohne Zweifel gerne sehen, daß auch das, was die Gegenwart von jüd. Lehrern fordert und erwartet, in׳ diesen Blättern Wort und Ausdruck findet. Ne).