Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 473 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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— 473 — Hr. Dr. H., der selbst von seiner Demuth spricht (S. 35), giebt sich viele Mühe anzudeuten, daß er eigentlich ein viel größerer Zaddik sei, als der Redakteur des ״Ben-Chananja". Möglich. Jedenfalls bin ich Ln dieser Rücksicht derMHrn. Doktot gegenüber in dem Nachtheile^ daß ich über mein fein behördliches Zertifikat befihe. Dagegen glaube ich aber auch nicht zu verschmähende Vortheile zu besitzen. Wenn ich deutsch schreibe, schreibe ich korrekt und verständlich. Wenn ich hebräisch schreibe, sm halte ich mich an die Grammatik, so daß ich nicht nöthig habe, wie Dr. H. die gemachten Fehler nachträglich durch Ausnahmen in der biblischen und Schnitzer in der nachbiblischeu Literatur zu rechtfertigen. Gründlicher Bibelkunde räume ich trotz des Widerspruchs des Hrn. H. (S. 7) den ersten Rang unter den jüdischen theologischen Wissenschaften ein. Den wissenschaftlich-theologischen Sprachgebrauch lerne ich nicht aus lat.-deutschen Handwörterbüchern. Und wenn ich die Worte der Alten anführe, so suche ich dieselben grammatisch und historisch aufzufaffen, um meinen Lesern den Sinn nahe zu legen, den die Urheber der zitirten Worten mit denselben verbanden. Ben-Chananja wird diesem Verfahren treu bleiben, ob auch die Romantik nicht aufhört, die Regel zu wiederholen: ״Im Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr's nicht aus, so legt was unter!" Versuch einer Antwort auf die-Anfragen des Vorstandes -er isr. Kultusgemeinde zu Keßthely. # Von H. Zirndorf, Prediger in St. Miklds. * (Fortsetzung.) Ad 2. Die Normalschule hat wie unbestreitbare Aufgabe, mit dem Terte des Pentateuch völlig zum Abschlüsse zu kommen; besonders da, wo keine RAlschule daneben besteht und die Schüler von der 4. Klaffe hinweg unmittelbar in das Leben hinaustreten und schwerlich mehr eine Fortbildung im religiösen Wissen erwarten können. In richtiger Würdigung einer so umfaWnden Aufgabe hat man in vielen israelit. Anstalten wenigstens für die höheren Klaffen (die 3. und 4.) je 2 Jahrgänge anberaumt. Mit der Unterrichtszeit ist wo möglich auf 10 Stunden mindestens zu steigen. In der 2. Klaffe wird , das 1. Buch picht erhoben haben; während es umgekehrt mitunter einige Bauernfamilien gibt, bei denen das synagogale Echo der Residenz sogar unterstützt und cülti-. virt durch obligate Hrgel- und Pfeiferlbegleitung mehr oder weniger hnmoristisch widertönt". - ׳,י