Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 474 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2542917-2543107-2543118--0490-2544180- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 474 — Moses vollständig gelesen; bei gehöriger Sorgfalt kann noch das Buch Zosua, wenigstens cursorisch durchgenommen werden. Zn der 3. Klaffe witd das 2. ulld sodann das 4. Buch Moses statarisch vorgetragen; und Richter und 1? B. Sam. cursorisch erlernt. — In der 4. Klasse sott mit dem 5. Buch Moses fortgefahren werden, worauf dann der Unterricht im Pentateuch mit 3. B. Mos. abschließt. — Von נביאי□ ראשונים ist es wünschenswerth, nach Maßgabe der Zeit die noch übrigen Bücher: 2. B. Sam. und beide Büch. d. Kön. lesen zu taffen. — An hiesiger Hauptschule steigt das Unterrichtsmaß in der 3. und 4. Klasse bis zu 12 Stunden, ohne den theoretischen Vortrag in hebr. Grammatik. Ich habe das Mittel von 10 Stunden angenommen. — Die Anorduung des Lehrstoffes möchte kaum einer Rechtfertigung bedürfen. Der Uebergang von 2. B. M. auf 4. B. Mos., worauf 5. B. M. folgt und mit 3. B. M. abgeschlossen wird, erhält ihre Begründung theils in dem bezüglichen Inhalte der einzelnen Bücher, theils in dem Ingenium der verschiedenen Altersstufen. Das zartere Alter wird mehr von den! kräftigen Hauche historischer Darstellung angezogen, wie er im 1., 2. und 4. B. M. waltet. Es würde die stusenmäßige Entwickelung der Geistesgaben nicht wenig stören, wollte man vom 2. Buche unmittelbar zum 3. B. M. übergehen. Dagegen ist der Uebergang ein naturgemäßer vom 4. auf das 5. B. M., dessen rednerische Größe und Kraft, dessen erhabene Einheit jezt den jugendlichen Geist wärmer anznziehen vermag. Das 3. B. M. mit seinem vorwiegend legislatorischen und dogmatischen Inhalt bleibt für die reifste Stufe der Volksschule aufgespart, sott es anders mit Nntzen gelesen werden. Dieser Stuftttgang scheint sowol von formeller als materieller Seite gerechtfertigt.^ Von demftlben Standpunkte aus scheint es zweckmäßig, mit dem geschichtlichen Theil der Profetischen Bücher in der Hauptschule abzuschließen, denn der Inhalt macht diese Bücher für jenes Jugendalter so überaus anziehend, daß ihre Lektüre kaum eine Ueberbürdung zu nennen ist. Bei dem Lehrgänge, der am besten ein darstellender ist, wie beim annalistischen Geschichtsvortrage, sind praktische Uebungen in hebräisch. Grammatik mitaufzunehmen. Die Erklärung und Deutung des Bibeltertes umfaßt natürlich zunächst die religiös-sittliche Ausbeute dieses Unterrichts. Realeregese ist nur spärlich zu geben und bleibt einem reiferen Alter Vorbehalten. י Der Pentateuch darf nur statarisch vorgetragen werden; die ersten Profeten können nach Maßgabe der Zeit auch cursorisch gelehrt werden׳. Ueberhaupt aber möchte Ü allem geschichtlichen die kursorische Lehrweise weniger bedenklich erscheinen. Ad 3. Der Unterricht in hebräischer Grammatik hat nothwendig mit der 2. Kl. zu beginnen und zwar mit all der theoretischen Genauigkeit, welche dem Unterrichte einer todten Sprache so angemessen ist. Zn der 2. Kl. ist die hebräische Orthoäpie, der נקוד zu Ende zu bringen; das Pensum der 3. Kl. hat die Deklination, den משקל zu Mnfaffen und wo möglich find noch die ersten Begriffe vom Zeitwort zu erörtern; in der 4. Kl. wird das regelmäßige wie das unregelmäßige Zeitwort gelehrt; in einem etwaigen2 ׳. Jahrgange