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Ben Chananja · 1858-01-01 · 10 (1858) · p. Seite 447

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
10 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 447 (sequence 15)
Language
German
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— 447 — vollkommen in jeglicher Weise geschaffen wird, lesen wir in SlokaS 80. des Manu: ״Unzählige Manavantaras ") hindurch ist Schöpfung und Weltzerstörung, wie spielend schafft der Höchste dieses von Neuem". Also nicht aus Liebe zu den Menschen, sondern sich zum Vergnügen, oder in dem Drange einer beständigen Regsamkeit und Thätigkeit schuf Svajambhu die Welt und den Menschen, um selbe zu bearbeiten und ihr eine vollkommene Kultur zu verleihen. Die bis jezt durchgeführte Parallele in den Eosmogouien der Inder und Hebräer ergiebt eine Analogie zwischen Beiden in der genügendsten Weise. Aber eine Analogie und weiter nichts. Annahmen , wie sie von manchen Gelehrten Kaufgestellt sind, daß z. B. die hebräische Cosmogonie ans der indischen geflossen, verlieren allen Boden, und wir weisen sie nunmehr mit vollkommenem Rechte zurück, da wir viele der wichtigsten Elemente der indischen Cosmogonie in der hebräischen nicht wiederfiuden. Der Ansicht der Befruchtung des Wassers durch die Gottheit, die die ganze indische Cosmogonie beherrscht und welche, wäre die hebräische eine Tochter der indischen, sich in ersterer hätte wiederfinden sollen, wird gar nicht Meldung gethan; ja das damit in engster Verbindung stehende Emanationssystem wird an vielen Stellen, wie schon erwiesen, geradezu widerlegt. — Noch größere Ungleichheit verräth der indische Svajambhu mit dem heiligen hebräischen Tetragramm. Das hebräische Tetragramm ist der Ausdruck der höchsten, unbegreifbaren, unerfaßbaren ,,in keiner Körperlichkeit zu denkenden Einheit Gottes. Das höchste Wesen, wie es vom Hebräer angebetet wird, kann daher G keiner Verkörperung angeschauet und verehrt werden, da jede Verkörperung, den Begriff der Mehrheit einschließend, ein Widerspruch gegen die bedingslose Einheit Gottes wäre. Svajambhu dagegen wird wiedergefunden im Weltall, das dessen Verkörperung ist, 1') Ein Manavantaram, ein Zeitraum von vielen Jahren, in den Veden häufig gebraucht; ein Manavantaram ist das göttliche Inga 71mal genommen, ein Manavantaram zählt 306,720,000 Jahre, mithin ein göttliches Inga 4,320,000 Jahre.

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