Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 446 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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446 — Bestimmung bei der Geburt. Vieharten, Wildgattungen, Raubthiere mit-Zähnen an beiden Seiten, Rakschas, Pisatschas, Menschen, die im Mutterleib entstehen, eigeborne, beflügelte Wesen, Schlangen, Krokodile, Fische, Schildkröten und welche Gattungen derart es auf dem Festlande und im Wasser giebt". Auf einer ähnlichen Weise wird auch in der Genesis die Schöpfungsgeschichte fortgesezt in V. 20—28 und ist ויברא את התנינם הגדולים mit Schlangen und Krokodilen zusammengestellt, besonders hervorzuheben. — Die Genesis des Menschen bildet den Schluß der hebräischen Cosmogonie; wir machen aufmerksam auf den schon oben angeführten Satz: ״und aus dem Geiste zog er das Selbstbewußtsein, den Rather und Herrn", der, wie im Hebräischen, die geistige Bevorzung des Menschen bezeichnet und sogar in der Darstellungsweise eine gewisse Aehnlichkeit bewahrt. Dasselbe ist auch bei der Schöpfung des Weibes der Fall. Manu, dieselbe beschreibend, erzählt: ״dann seinen eigenen Körper in zwei Hälften zerlegend, ward er zur Hälfte Mann, zur Hälfte Weib". Die Verkörperung Svajambhus im Menschen ist indische Ansicht, von ihr abgesehen, ist eine Midraschstelle fast gleichlautend: אמר ד ירמיה בן אלעזר בשעה שברא הק״בה את ארם הראשון אנדרוגינוס בלאו אמר ד שמואל בר נחמני בשעה• שברא הק״בה את ארם הראשון 13 דיו פרצופין בראו ונסרו ועשאו גבייה גב לכאן וגב לכאן). Wohl liegt die Vermuthung nahe, daß dieser Midrasch einer ähnlichen griechischen Mythe seinen Ursprung verdankt, doch bleibt es merkwürdig, daß gerade diese von so vielen Anderen in die jüdischen Agada ausgenommen worden. Diese nicht zu verkennende Aehnlichkeit in der Schöpfungsgeschichte deS Menschen in seiner zweifachen Form als Mann und Weib, schwindet ganz bei der Lösung der wichtigen Frage, ob die Welt des Menschen wegen geschaffen sei, also ein Werk der Liebe, oder ob der Mensch der Welt wegen, sie zu warten und zu pflegen, geschaffen worden. Während, wie schon nachgewiesen, in der hebräischen Cosmogonie die Welt nur aus Liebe zu den Menschen 13) Ber. rab. 8.