Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 429

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 429 (sequence 45)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2542917-2543107-2543117--0444-2544133
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 429 — So wie ״Wahrheit, Gerechtigkeit und Friede die Grundfesten sind der ganzen Welt"; so find sie es auch für den Bestand jeder einzelnen Gemeinde. Gottes Segen über Euch und über Alle, die ihn anrnfen mit Treue! L. Horowitz. Effeg, August 1858. Im Jahre 1849 war die Anzahl der׳ hiesigen Gemeindeglieder bereits so angewachsen, daß sich ein Streben nach höhern Gemeindezwecken zu regen begann. Herr Markns Spitler, im Verein mit anderen Wohlwollenden, ließen ans eigenen Mitteln eine מקלח erbauen, die sie der Gemeinde zum Geschenke machten. Dem Bedürfnisse einer Schule zu genügen, war man jedoch noch nicht im Stande. Cheder auf Cheder wechselte. Erst im Jahre 1856, nachdem die Ansteltnug eines Rabbiners erfolgte, nnd die Orts- Schulaufsicht alle. Winkclschnlen schloß, mußte für den zeitgemäßen Unterricht der Jugend ernstlich gesorgt werden. Die Gemcindeglieder verpflichteten sich zu freiwilligen Beiträgen, welche den Kostenaufwand hinlänglich decken, da die entfallenden Schulgelder nicht ausreichen. Bereits sind zwei Lehrer angestetlt, und die rastlose Bemühung-des Hrn. M. Spitler nm die Schulanstalt fand bei der hohen k. k. Statthaltern ehrende Anerkennung. Die Mitglieder der Schul- Commission sind die Herren S. Land sing er, Di*. M. Reiner, S. Spiller, I. Lechner und W. L. Lang. S. A- Papa, im August. An L. H. Die alten Aerzte sagten: die hitzigen (akuten) Krankheiten kämen von Gott — und chronischen vom Menschen. Viel Wahres ist in diesem Ausspruche. Aber eben so wahr ist's, daß man bei lauge gewährten Nebeln auf die Natnrhülfe gar nicht rechnen kann, und die Kunst hiebei so lange ohnmächtig ist, bis sie nicht ein Radikalverfahren einzuleiten vermag. Gegen die Uebelstände, die uns Allen so schmerzlich sind, die Hände in den Schoß legen, wäre eben so verfehlt, als die Meinung, selbe dnrch's Besprechen zu heben. Synagoge nnd Schule sind in Ungarn noch bei weitem nicht so beschaffen, wie sie beschaffen sein sollen. Wie zu Helsen? Durch Worte zu beweisen, wie Ordnung im Gottesdienste gottgefällig, und Verwahrlosung der Jugend höchst verwerflich sei, bleibt ohne Wirkung. אני הגבר ראה עני• Im hiesigen Orte sind im Jahre 1845 von gesittnungstüchtigen Mannern ״Ueber Zulässigkeit nnd Dringlichkeit der Synagogenreformen" die Gutachten der bewährtesten in- und ausländischen Rabbinen gesammelt und durch den Druck veröffentlicht worden; gesinnnngstüchtige Männer haben hier große Summen beigetragen zum Bane einer Synagoge, deren innere Schönheit und Zweckmäßigkeit nichts, auch in akustischer Beziehung nichts zu wünschen übrig lassen. Gesinnnngstüchtige Männer haben hier aus eigenen Mitteln ein Schnl- Hans gebanet, welches seinesgleichen sucht. In den Jahren 1844, 1845 und 1846 wurde also gebanet. Heute stehen die Mauern fest, aber die. Institutionen sind im Verfalle. Viele unheilige Melodien ertönten in den lezten zehn Jahren

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.