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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 426

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 426 (sequence 42)
Language
German
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426 — Herren Elias Jezel ans Lemberg, Rabb. in Czernowitz, Moses Ehrenreich ans Brody, Rabb. in Modena, Salomo Gentilli und Eilde Loly ans Görz. Gegenwärtig befindet sich Isaak Klinaberger ans Hrakowitz in Böhmen als Zogling im Institute. Die gelehrten Professoren des Instituts sind auch der deutschen nnd französischen Sprache mächtig, so daß auch die Zuhörer, die nicht italiänisch verstehen, ohne Hinderniß von den Vorlesungen Nutzen ziehen können. Die Konvikts-Direkzion wünscht nicht nur den lomb.-venetianischen Jsrae- Uten, sondern in demselben Maße auch denen der übrigen Kronländer Oesterreichs nützlich zu sein. Sie benachrichtigt daher alle hervorragenden israel. Gemeinden der österr. Monarchie, daß die Einschreibung der zahlenden sowol als auch der Gratiszöglinge für das kommende Schuljahr bis zum 30. September l. I. stattfindet. Diejenigen, die als Zöglinge ansgenommen zu werden wünschen, müssen der Direkzion folgende Dokumente übersenden: 1. Einen Geburtsschein, Um sich als österr. Unterrhanen zu legitimiren: 2. ein Slndienzeugniß über zurückgelegte Obergymuasialstudien, und über die Kenntniß der Religion und der hebr. Sprache; 3. eine Garantie für die zu leistende Zahlung, oder (bei Armen) ein' Zengniß der betreffenden israel. Gemeinde über die Würdigkeit des Konkurrenten zur Gratisanfnahme; 4. ein Zengniß von der Gemeinde, zn welcher der Aspirant gehört, über dessen religiöse nnd sittliche Aufführung; 5. ein ärztliches Zengniß über dessen Gesundheit. Di׳. I osefEonsolo, Advokat, Ritter des k. f. Franz-Josef-Ordens und Chrendirektor. Galizien, 20. August. ״Siehe, du wirst es schauen mit deinen Augen, aber davon nicht genießen!" Diese Profetischen Strafworte Elischa's (II. Kon. 7, 2.) kommen mir unwillkürlich in-den Sinn, so oft mir die Post ein Heft des wackern ״Ben-Chananja" bringt, und ich daraus ersehe, wie steh alleuthalben unter den Israeliten Ungarns in Gemeinde, Synagoge und Schule ein reges Leben, ein Streben nach Vorwärts kundgiebt, das zu der erfreulichsten Hoffnung für die Zukunft berechtiget, wie manche kleine Gemeinde bei der Wahl eines Rabbiners den Ansprüchen der Zeit Rechnung trägt, Schulen kreirt nnd mit sachverständigen Lehrern besezt, während in nnserm Lande der Jahreszeiger auf dem großen Zifferblatte der Zeit sich nicht zn bewegen scheint, die Gemeinde Unordnung noch in seiner antidilnvianischen Urwüchsigkeit wuchert, das Rabbiner un wesen noch in statu quo ante blühet, und die Weinberge des Herrn — Synagoge und Schule — noch immer Heerlinge anstatt Weintranben bringen. Aber nicht um zu klagen und zn lamentiren nehme ich die Freundlichkeit der verehrlichen Redaktion, die Geduld der geehrten Leser und die Spalten dieser geschazten Monatsschrift in Anspruch; ich weiß nur zu gut, , daß bloße Klagen und Lamentationen Wolken und Wind ohne befruchtenden Regen sind; denn in der Regel sind diejenigen, die ähnliche Zeitschriften mit Interesse lesen,

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