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Ben Chananja · 1858-01-01 · 9 (1858) · p. Seite 425

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
9 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 425 (sequence 41)
Language
German
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— 425 — der neugegründeten Gemeindeschule fehlte es nicht an einer Opposition, welche ihre Tendenzen geschickt unter der Aegide eines angeblich konservativen Geistes zu bergen wußte. Dem energischen Willen aber und der nachhaltigen Begeisterung des damaligen Vorstandes, bestehend aus den Herren: Moritz Diener, Jsak Bacher, Simon Neufeld, Isak Goldstein, Jsak Ring und Josef Stern, hatte die Anstalt den kräftigsten Schutz zu danken, so daß sie frisch und lebknskräftig wirken und ihre verschiedenen Gegner ignoriren konnte. Die pädagogische Leitung der Schule wurde Herrn Bernhard Löwenstein übergeben, welcher im Jahre 1845 aus Berlin hieher berufen wurde und als Prediger, Religionslehrer und Oberlehrer 12 Jahre lang segensreich und beifällig im Schoße der Gemeinde gewirkt hat. Ihm verdankt die Schule einen bedeutenden Fortschritt in der öffentlichen Meinung, einen rühmlichen Namen in der Reihe ihrer Schwesteranstalten und eine Fortentwickelung mit dem Wachsthume der pädagogischen Wissenschaft, so wie die Gemeinde selbst ihm das frischere Streben und den Sinn für schönere Form zuschreiben muß, welcher den hiesigen israel. Gemeindeverband vor vielen andern, besonders auf dem flachen Lande Ungarns auszeichnet. Als ordentliche'Lehrer wurden gleichzeitig angestellt: Adolf Schlesinger, Samuel Deutsch, David Sohr und Jakob Liptauer. (Schluß folgt.) Correspondenz. Padua, im August. Der Vorstand des hiesigen Rabbiner-KoNviktes hat diese Tage folgendes Zirkular versendet: Das Rabbiner-Konvikt des lomb.- venet. Königreichs ist in Folge Allerhöchster Entschließung vom 29. Jänner 1820 in's Leben getreten. Das Institut steht jedem österreichischen Israeliten offen, welcher die Obergymnasialstudien vollendet hat. Nach vorhergegangener Ausnahmsprüfung werden die Zöglinge als zahlende oder nicht zahlende aufgenommen. Jene entrichten jährlich 250 fl. C. M. Besonders berücksichtigüngswerthen Personen werden von diesem Betrage 50 fl. erlassen. Die Zöglinge erhalten Unterricht, Wohnung, Kost und Arzneimittel das ganze Schuljahr hindurch. Wollen Sie auch in den zwei Ferienmonaten im Institute bleiben, so entrichten sie dafür 40 fl. C. M. Die Beträge werden in klingender Münze entrichtet. Die Ausnahme von Gratiszöglingen, die nicht dem lomb.-venet. Königreiche angehören, geschieht Ausnahmsweise und im Sinne des Reglements des Instituts. Dem Institute sind während seines 29-jährigen Bestandes Beweise der Allerhöchsten Zufriedenheit und Ermunterungen von den k. k. Behörden zu Theil geworden. Die gegenwärtigen Rabbiner; des lomb.-venet. Königreichs sind sämmtlich aus diesem Institute hervorgegangerr; und auch andere Gemeinden beriefen Jnstitutszöglinge aus ihre Rabbinatssitze. Zu diesen gehören die ehrw׳

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